Die neue Anlage der Peterstaler Mineralquellen reduziert den Wasser- und Energieverbrauch deutlich.
Die Peterstaler Mineralquellen GmbH hat ihre neue Glasabfüllanlage in Betrieb genommen. Das teilt das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Die Anlage mit einer Leistung von 36 000 Glasflaschen pro Stunde entspreche dem neuesten Stand der Technik. Insgesamt habe das Unternehmen am Standort in Bad Peterstal elf Millionen Euro in die Abfüllanlage und ihre betriebliche Anbindung investiert.
Für die Installation der von der Firma KHS aus Dortmund hergestellten Anlage seien in den vergangenen Monaten aufwendige Montagearbeiten erforderlich gewesen. Nach der Erweiterung und Sanierung des Produktionsgebäudes sei in Präzisionsarbeit die neue Anlage, die mit insgesamt 35 Lkw-Ladungen angeliefert worden sei, in mehreren Etappen in die Produktionshalle eingebracht worden. Dabei wurden laut Mitteilung 145 Tonnen Maschinenteile und Material verbaut sowie rund 29 Kilometer Kabel verlegt.
Aus ökologischer Sicht sei die Investition besonders wertvoll, denn die Abfüllanlage reduziere den Wasser- und Energieverbrauch deutlich. Zukünftig könne das Unternehmen mit der Anlage rund 19,30 Prozent Wärme und 12,72 Prozent Strom einsparen sowie seine CO2-Emissionen um 16,57 Prozent reduzieren. Die Investition in die neue Anlage sei ein klares Bekenntnis zur umweltfreundlichen Glas-Mehrwegverpackung und zum Standort Bad Peterstal. Bei der neuen Anlage sei großer Wert auf Lärmschutz und ergonomische Arbeitsplätze für die Mitarbeiter gelegt worden.
Angespannte Zeiten
„Die Inbetriebnahme der neuen Glasabfüllanlage stellt einen bedeutenden Schritt in der Umsetzung unserer langfristigen Entwicklungsstrategie dar“, wird Geschäftsführer Klaus Bähr zitiert.
Landrat Thorsten Erny ließ sich die Erweiterungsmaßnahmen bei einem Firmenrundgang erläutern. Er betonte laut Mitteilung: „Es freut mich, wenn sich mittelständische Unternehmen aus unserer Region in wirtschaftlich angespannten Zeiten erfolgreich entwickeln können und in die Zukunft investieren, gerade im ländlichen Raum ist das für den Ortenaukreis eine echte Stärkung.“
Für Bürgermeister Meinrad Baumann sind die Erweiterungen ein „wichtiges Standortbekenntnis für die Gemeinde und die Einwohner in Bad Peterstal-Griesbach und weit darüber hinaus. Es sichert zukunftsfähige Arbeitsplätze, generiert Steuerkraft und mannigfaltige Wertschöpfung“.
Die Peterstaler Mineralquellen GmbH beschäftigt mehr als 240 Mitarbeiter in Bad Peterstal, Bad Rippoldsau, Oberkirch-Nußbach und Mannheim.