40 Arbeitsplätze werden bei der Firma Bock nach der Übernahme erhalten. Foto: Ziechaus

Insolvente Firma wird von Plastinum übernommen. Hauptsitz von Schiltach nach Lauterbach verlegt.

Mit Wirkung zum 1. Januar übernimmt die Plastium GmbH in Schiltach die örtliche Firma Bock GmbH, berichtete Norbert Swoboda im Gemeinderat Lauterbach.

Lauterbach/Schiltach - Insolvenzverwalter Florian Schiller von der "Pluta"-Rechtsanwaltsgesellschaft habe eine Investorenlösung erzielt.

Mit dem Verkauf an den Hersteller von Spritzgussteilen aus Schiltach, Vor Heubach 27, könnten 40 Arbeitsplätze der Firma Bock erhalten werden. 35 Mitarbeitern habe man "leider betriebsbedingt gekündigt". Dabei habe man eine sozialverträgliche Lösung vereinbart und eine Transfergesellschaft gegründet zur Vermittlung von Weiterbildungsangeboten oder Neubeschäftigungen, erklärte der Bürgermeister.

Insolvenzverfahren seit April 2020

Die Firma Bock in Lauterbach verfüge über einen guten Ruf in der Branche und hatte im Insolvenzverfahren seit April 2020 im Sommer wieder die Gewinnzone erreicht. Die schwierige wirtschaftliche Lage durch die Covid-19-Pandemie hatte die Rahmenbedingungen verändert und es zeichnete sich ab, dass "ab 2021 deutlich weniger Aufträge vergeben werden".

Insolvenzverwalter Frank Schiller sah nach vielen Verhandlungen in der jetzt erzielten Lösung "das bestmögliche Ergebnis". Der Käufer sehe in Lauterbach einen Standortvorteil und werde nach der Übernahme den Hauptsitz dorthin verlegen. "Das Know-how von Bock hat uns überzeugt und ergänzt unser Leistungsspektrum perfekt", freute sich Geschäftsführer Frank Heinzelmann von Plastium über die erzielte Einigung mit dem Verwalter.

Die Firma Plastium besteht seit 50 Jahren und beschäftigt 20 Mitarbeiter in Schiltach und weitere zehn Mitarbeiter am zweiten Standort in Königswinter am Rhein, nahe Bonn. Die Firma biete ihren Kunden "alle Leistungen von der Produktentwicklung über Werkzeugbau bis zum fertigen Spritzgussteil", berichtete Norbert Swoboda.

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