Zur Abschiebung eines Mitarbeiters des Christoph-Blumhardt-Hauses in Königsfeld hat unserer Leser Thomas Fischer aus Bräunlingen folgende Meinung.
Ein 27-jähriger Altenpfleger aus dem Kosovo wurde überraschend abgeschoben. War auch nicht so schwer, man wusste ja wo er ist. Die Heimleitung wusste nichts von seiner Verurteilung von 2022, hätte das eventuell eine Einstellung verhindert? Wenn eine Duldung die Abschiebung nur vorübergehend aussetzt, warum bekommt er dann eine Arbeitserlaubnis? Wurde das dem Arbeitgeber auch so mitgeteilt, weil sonst muss er ja mit dem Verlust des Mitarbeiters rechnen. Nun ist es jetzt etwas ungeschickt, dass im Christoph-Blumhardt-Haus zwei arbeitende Hände fehlen.
Das sollte aber kein Problem sein. Unter unseren sechs Millionen Arbeitslosen ist sicher jemand, der die Lücke füllt. Ansonsten müssen all die fleißigen Mitarbeiter noch fleißiger sein, um den fehlenden Arbeitskollegen zu ersetzen.
Den Asylbewerbern, welche arbeiten wollen, verbietet man das Arbeiten, andere, die arbeiten, werden abgeschoben. Verstehe ich nicht, kann ich nur mit Kopfschütteln hinnehmen.
Es ist wieder ein trauriger Beweis, mit wie viel Fingerspitzengefühl auf den Behörden teilweise gearbeitet wird.
Thomas Fischer, BräunlingenSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.