Im Umweltausschuss zeigt sich, dass der Landkreis Calw an steigenden Ausgaben nur bedingt selbst schuld ist.
„Es ist ein roter Faden, der sich durchzieht“, sagte Kreiskämmerer Michael Hopf im Umweltausschuss. Dieser rote Faden sind die Personalkostensteigerungen im Teilhaushalt 7 „Umwelt und Ordnung“. Etwa 150 000 Euro kostet das Personal 2026 in diesem Bereich mehr als noch 2025. Der Hauptgrund dafür sind Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst. Einfach gesagt: Die Menschen im Landratsamt verdienen mehr.
20 Stellen weniger
Und das zeigt auch ein Problem, das der Landkreis beim Sparen hat. Denn der Wille ist da. „Das Dezernat hat gut gespart“, attestiert auch Hopf. Insgesamt gebe es 20 Stellen weniger, unterstrich der erste Landesbeamte Frank Wiehe.
Und trotzdem stiegen die Personalkosten an, so Wiehe. Die steigenden Löhne würden die Einsparungen wieder auffressen.
Plan für Personalabbau
Im vergangenen Jahr habe man noch mit einer Besetzungssperre gearbeitet, freigewordene Stellen nicht neu besetzt, so Wiehe. „Aber da kommen wir jetzt an unsere Grenzen“, sagte er. „Wir werden einen Plan machen müssen, wie wir in den kommenden fünf Jahren Personal abbauen“, fuhr er fort. Ein solches Konzept solle im Kreistag dann vorgestellt werden. Doch Wiehe ist sich der besonderen Bedingungen im öffentlichen Dienst bewusst. „Wir können eigentlich niemandem kündigen.“ Das Landratsamt könne also nur sparen, wenn jemand geht.