Dominik Bader (links) und Leiter Frieder Dinkelaker vom Forstamt Foto: Hans Herrmann

Der Holzverkauf läuft 2025 besser als erwartet. Eine Rolle spielt dabei die hohe Qualität. Das ist aber nicht der einzige Grund für die hohen Einnahmen.

Wirtschaftlich sind die Zeiten für die Stadt Donaueschingen stürmisch geworden. Doch inmitten der vielen roten Zahlen gibt es einen in mehrfacher Hinsicht grünen Fels in der Brandung: den Stadtwald. In nahezu allen Gebieten übersteigen die Ausgaben deutlich die Einnahmen. Jeder Cent muss bei Entscheidungen im Gemeinderat zweimal umgedreht werden.

 

Zuletzt zeigte sich das in Form einer geplanten Kürzung der Taktung beim Stadtbus. Amtsleiter Frieder Dinkelaker und Sachgebietsleiter Dominik Bader vom Forstamt konnten in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses des Gemeinderats jedoch ein überraschend positives Ergebnis für 2025 präsentieren.

Insgesamt hat der Stadtwald knapp über 1,8 Millionen Euro eingespielt. Das liegt zwar etwas unter den zwei Millionen aus 2024, jedoch musste die Forstwirtschaft gleichzeitig deutlich weniger ausgeben. Am Ende steht für 2025 ein Plus von etwa 516.000 Euro. Das ist minimal mehr als noch im Jahr davor, allerdings deswegen bemerkenswert, weil Dinkelaker mit deutlich weniger Ertrag geplant hatte, nämlich nur knapp 1,3 Millionen Euro. Nach schwierigen Vorjahren hatte der Amtsleiter im Donaueschinger Stadtwald einerseits mit mehr Pflege-Notwendigkeit an den Bäumen gerechnet.

1,6 Millionen Euro hat der Stadtwald alleine durch Holzverkauf verdient – fast 400.000 Euro mehr als geplant. Einerseits liegt das an der Qualität. „Wir hätten uns 2024 nicht träumen lassen, dass wir 2025 Spitzensätze im Holzverkauf erzielen könnten“, so Dinkelaker. Die Preise für Nadelholz hatten demnach im Jahr 2025 ein Allzeithoch von etwa 130 Euro pro Festmeter erreicht.

Über 4000 Festmeter mehr

Gleichzeitig war die Menge an überhaupt zum Verkauf stehenden Holz ungewollt größer als geplant. Durch Borkenkäferbefall war die Forstwirtschaft gezwungen, über 4000 Festmeter mehr zu fällen als eigentlich vorgesehen. Auch das habe sich entsprechend in den Einnahmen niedergeschlagen.

Zudem konnten Bader und Dinkelaker dem Gremium über Entwicklungen bei der Bestandspflege berichten. Im abgelaufenen Jahr hat das Forstamt etwa 26.800 Pflanzen neu gesetzt. Darunter fallen Maßnahmen, wie etwa bei Neudingen. Dort musste die Firma Solarcomplex im Zuge der Rodungen auf der Länge für den Bau des neuen Windparks als Ausgleich die Bepflanzung einer Aueninsel an der Donau möglich machen.

Tobias Heydgen pflanzt einen von 2500 Bäumen und Sträuchern auf einer Donauaue bei Neudingen. Foto: Kassandra Lippe

Wie die Pflanzen 2026 anwachsen, hängt vom weiteren Wetter im Frühling ab. Im Sommer ist dann auch klarer, wie sich die Lage beim Borkenkäfer entwickelt. Zuletzt war die Population deutlich zurückgegangen, so dass die Hoffnung auf weniger Käfer bedingte Fällungen besteht.