Der Dornhaner Wald ist eine wichtige Ressource für Forstwirtschaft und Holzmarkt. Foto: Günter Albers - stock.adobe.com

Joachim Bea und Maximilian Rieger stellten dem Gemeinderat den Forsthaushaltsplan 2026 vor. Für das kommende Jahr wird ein Überschuss von 1000 Euro erwartet.

Insgesamt war 2025 ein erfreuliches Forstjahr, obwohl nach dem trockenen Frühjahr bei den Förstern „die Alarmglocken“ geklingelt hätten, berichtete Joachim Bea. Die Situation entspannte sich dann aber. Von Juni bis August hat es viel geregnet, auch der September war sehr feucht. Der Niederschlag habe dem Wald gut getan, stellte Bea fest. Die zufällige Nutzung, bedingt durch Trockenheit, Käferbefall oder Sturm, hielt sich mit einem Anteil von 40 Prozent in Grenzen. Normal seien in Dornhan 80 Prozent, teilte Maximilian Rieger mit.

 

Weil nicht so viel Schadholz auf den Markt kam, konnten gute Preise in den Hauptsegmenten erzielt werden. Fürs Fichte-Stammholz gab bis zu 122 Euro pro Festmeter, bei der Tanne fünf bis neun Euro weniger. Bea hofft, dass es noch höher geht. Die Baukonjunktur ziehe zwar nur leicht an, doch es werde viel mit Holz gebaut. Zufrieden zeigte er sich auch mit den Erlösen für das Palettenholz (70 Euro je Festmeter). Bei Industrieholz, das zu Papier oder Hackschnitzelholz verarbeitet wird, ist Bea zufolge die Nachfrage eher verhalten, beim Brennholz habe sich der Bedarf eingependelt.

Rohstoff Holz zu niedrig bewertet

Für Laubholz lagen die Brennholzpreise bei 75 Euro pro Festmeter, bei Nadelholz bei 45 Euro pro Festmeter. Seit drei Jahren sind auf dem Holzmarkt steigende Preise zu beobachten. „Das stimmt uns positiv“, sagte Bea. Für Bürgermeister Markus Huber wird der Rohstoff Holz jedoch nach wie vor als zu niedrig bewertet, vor allem wenn er an die Personalkosten denkt.

Bei der Verkehrssicherung Anfang 2025 musste ein hoher Aufwand betrieben werden, wie Rieger berichtete. 600 Festmeter wurden bei dieser Maßnahme eingeschlagen. Der Erlös betrug 42 000 Euro, die Kosten lagen bei rund 50 000 Euro. Auf der Habenseite stehen allerdings knapp 40 000 Ökopunkte zum Ausgleich von versiegelten Flächen.

Plus für das kommende Jahr

Im Plan 2026 kalkulieren die Förster mit einem Gesamterlös von 564 500 Euro. Neben den Kosten für die Holzernte 214 000 Euro verursachen die Löhne mit 138 000 Euro, Verwaltung mit 100 000 Euro und die Kulturen mit 41 000 Euro höhere Ausgaben. Auf eine Fläche von 22,5 Hektar erstreckt sich die Kultursicherung, und auf 0,6 Hektar wird neu angepflanzt. Die Jungbestandspflege umfasst 13,6 Hektar. Für den Wegebau werden laut Plan rund 5000 Euro ausgegeben. Die Gesamtausgaben belaufen sich auf knapp 563 500 Euro, so dass unterm Strich ein Plus von 1000 Euro steht.