Der Breitbandausbau in Buchenberg wird mit 500 000 Euro veranschlagt. Foto: Jan Woitas/dpa

Überragendes Thema in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats Weiler war der Haushaltsplan 2026 der Gesamtgemeinde. Zudem ging es um kritische Situationen im Verkehr.

Zuvor gab Ortsvorsteher Heinz Kammerer einen kurzen Überblick über einige in 2025 begonnene oder abgeschlossene Projekte. Derzeit werde der Wasserbehälter errichtet. Die Belagsarbeiten im Gewerbegebiet seien auf 2026 verschoben worden.

 

Der Kindergarten erhalte eine neue Treppe aus Betonfertigteilen, da eine „normale“ Sanierung wegen Wassereinbruchs in den Keller zu kurz greife. Die elektrische Anlage in der Gemeindehalle habe immer mal wieder „Aussetzer“. Man veranlasse eine fachkundige Bestandsaufnahme.

Bürgermeister Fritz Link informierte über den Entwurf des Haushaltsplans sowie über die Wirtschaftspläne der Wasserversorgung und der Kurbetriebe. Die derzeitigen wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse seien schwierig, die finanzielle Lage der Kommunen, auch die Königsfelds, katastrophal.

Ständig neue Aufgaben

Es gebe ständig neue Aufgabenzuweisungen, etwa die Ganztagsbetreuung an Grundschulen, ohne ausreichende finanzielle Ausstattung bereitzustellen. Es müsse die Maxime gelten: „wer bestellt, bezahlt“. Auch die Kreisumlage steige.

Nachdem das Defizit im Haushaltsplan zunächst rund zwei Millionen Euro betragen habe, sei es Verwaltung und Gemeinderat in langen Verhandlungen gelungen, den Fehlbetrag auf jetzt 870 000 Euro zu verringern. Trotzdem werde man investieren. Link nannte hier einige größere Vorhaben: Breitbandausbau in Buchenberg und Planungskosten für das zentrale Feuerwehrhaus in Höhe von jeweils 500 000 Euro, ein neuer Unimog für den Bauhof, Kosten 306 000 Euro sowie die Sanierungen „Ortsmitte Süd“ in Königsfeld – 288 000 Euro – und der Forststraße in Neuhausen mit 175 000 Euro.

Der Schuldenstand steige auf rund 1,92 Millionen Euro. Das bedeute eine Pro-Kopf-Verschuldung zum Jahresende 2026 von 674 Euro. Die Neuverschuldung betrage 700 000 Euro.

Rund 420 600 Euro für Weiler

Link nannte die Summe von insgesamt rund 420 600 Euro, die für Weiler eingeplant sei. Hier einige der wichtigsten Posten: Zuschuss für den Kindergarten, 236 000 Euro, Maßnahmen in der Hardtstraße, insgesamt 71 500 Euro, darunter die Deckenerneuerung auf 250 Meter, Zuschuss für die Gemeindehalle inklusive Reparatur an der Fassade, 50 700 Euro, Hochbehälter, 25 000 Euro, diverse Maßnahmen im Bereich Straßenbeleuchtung, 20 200 Euro. Der Ortschaftsrat stimmte der Empfehlungsbeschlussfassung zu.

Kritische Situationen

Das Gremium befasste sich des Weiteren mit Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung im Bereich Hardtstraße/Einmündung Bergackerstraße. Heinz Kammerer berichtete von kritischen Situationen – auch für Radfahrer und Fußgänger auf dem Gehweg. Es habe eine Ortsbegehung stattgefunden. Der Ortschaftsrat beschloss die Aufstellung von drei Straßenpollern als Schutz sowie die Markierung der Haltelinien.

Die sich im fraglichen Bereich befindende Hecke müsse, so Link und Kammerer, ebenfalls erheblich gestutzt werden. Kosten für die Maßnahme: rund 1500 Euro.