Einstimmig hat der Malsburg-Marzeller Gemeinderat den Haushaltsplan für das Jahr 2026 beschlossen.
Dem voran gegangen waren die Vorstellung des Haushaltsplanentwurfs 2026 im November, die nach einem Vorgespräch mit der Kommunalaufsicht beschlossenen Änderungen vom Dezember und weitere Änderungen im Januar.
Mittlerweile wurden die Anschaffung von drei digitalen Schultafeln und die Mehrkosten für die neue Bauhofbrücke in den Haushaltsplan aufgenommen. Die Infrastrukturmittel des Bundes sind noch nicht in den Haushalt eingepreist. Laut Finanzverwalterin Wanda Koger erhält Malsburg-Marzell gut eine Million verteilt auf zwölf Jahre.
Höhere Umlagen
Auch ohne Sondervermögen hat sich das ordentliche Ergebnis im Ergebnishaushalt um 30 300 Euro verbessert. Dennoch gibt es ein Minus von 316 800 Euro. Dieser Fehlbetrag lässt sich zurückführen auf Mehrbelastungen gegenüber dem Vorjahr: Die höhere Kreis- und Finanzausgleichsumlage (FAG-Umlage) und die 100 000 Euro Schlussrate für den Flächennutzungsplan summieren sich auf insgesamt 315 500 Euro.
Mindereinnahmen von zusammen 5500 Euro entstanden bei den Zuschüssen für die pädagogische Leitungszeit im Kindergarten und die Kindergartenförderung, dazu kommen weitere 32 400 Euro Mindereinnahmen für die Krippenförderung.
Es wird auch in Zukunft mit Fehlbeträgen gerechnet
Dem gegenüber stehen 61 300 Euro Mehreinnahmen aus den Schlüsselzuweisungen, wobei hierin bereits der Anteil der Gemeinde an der einmaligen Landesunterstützung für Kommunen enthalten ist. Daraus ergibt sich im Saldo eine Ergebnisverbesserung in Höhe von 23 400 Euro. Zudem wurden die Haushaltsdaten an die für 2026 geplanten 7700 Euro Gewinn aus dem Gemeindewald angepasst.
Ein gesetzesmäßiger Ausgleich konnte dennoch erneut nicht erreicht werden. In der Finanzplanung der Jahre 2027 bis 2029 wird im Gesamtergebnishaushalt mit Fehlbeträgen von 229 000, 259 000 und 209 500 Euro gerechnet.
Im Finanzhaushalt stehen sich Investitionen von 1,1 Millionen Euro und Einzahlungen von knapp 1,5 Millionen Euro gegenüber, daraus ergibt sich ein Finanzierungsmittelüberschuss von 368 000 Euro.
Mittel sind noch gesperrt
Durch den Grundstücksverkauf des Baugebiets „Seltenackers“ an die Kommunalentwicklung-Gesellschaft rechnet die Gemeinde mit 473 000 Euro Einnahmen. Diese Mittel sind jedoch bis zur Freigabe durch die Kommunalaufsicht zur Verwendung gesperrt.
Da zum Jahresende 2026 mit einer Restliquidität von Minus 238 600 Euro gerechnet wird, wird die Vorgabe der gesetzlichen Mindestliquidität nicht erfüllt – diese würde laut Gemeindehaushaltsverordnung 74 000 Euro betragen. Somit muss ein Kassenkredit teilweise in Anspruch genommen werden.
Ergebnishaushalt und Finanzhaushalt
ordentliche Erträge:
gut 4,5 Millionen Euro
ordentliche Aufwendungen:
knapp 4,9 Millionen Euro
ordentliches Ergebnis:
minus 317 000 Euro
Zahlungsmittelbedarf des Ergebnishaushalts:
161 400 Euro
Einzahlungen aus Investitionstätigkeit:
gut 4,2 Millionen Euro
Auszahlungen aus Investitionstätigkeit:
knapp 4,4 Millionen Euro
Veranschlagter Finanzierungsüberschuss:
368 000 Euro
Kreditaufnahme:
105 000 Euro
Tilgung von Krediten:
87 500 Euro