Im Wildberger Wasser- und Abwasserbereich kündigen sich kräftige Investitionen in der Größenordnung von zehn Millionen Euro an.
Im Rahmen der Haushaltsplanung für das kommende Jahr stellte die Verwaltung dem Gemeinderat die Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe Wasserversorgung und Abwasserentsorgung vor. Wie Stadtkämmerer Andreas Bauer dazu feststellte, orientiere man sich für 2025 an den bereits angestoßenen Investitionen.
So rechnet er im Eigenbetrieb Wasserversorgung mit einem Investitionsvolumen von 5,09 Millionen Euro, wobei zur Finanzierung der geplanten Maßnahmen eine Kreditaufnahme von 2,61 Millionen Euro vorgesehen ist.
Geplante Anbindung an Zweckverband Schwarzwaldwasserversorgung
Dies sei allerdings „nicht besorgniserregend, weil das auf Dauer wieder erwirtschaftet wird“. Im Einzelnen handelt es sich unter anderem um den Neubau des Wasserwerks in Gültlingen (2,7 Millionen Euro), den Neubau des Hochbehälters in Effringen (1,0 Millionen Euro) oder die geplante Anbindung an den Zweckverband Schwarzwaldwasserversorgung (600 000 Euro).
Ziel ist vor dem Hintergrund zunehmender Trocken- und Hitzeperioden aber auch, die vorhandenen Trinkwasserreserven neu zu bewerten und Optionen für den Ausbau der Eigenwasserversorgung zu prüfen – quasi als Beitrag zur Resilienz der städtischen Infrastruktur.
Die volle Konzessionsabgabe erwirtschaften
Nicht unerwähnt ließ Andreas Bauer ebenfalls den Umstand, „dass wir es langfristig im Eigenbetrieb Wasserversorgung nicht mehr mit drei Mitarbeitern schaffen“. Im kommenden Jahr wolle man zudem die volle Konzessionsabgabe erwirtschaften und rechne mit einem Gewinn von 127 500 Euro.
Ganz anders im Eigenbetrieb Abwasserentsorgung, wo man 2024 und 2025 von roten Zahlen ausgeht. Während sich der Verlust in diesem Jahr voraussichtlich auf 86 000 Euro belaufen dürfte, sind im nächsten Jahr von 30 700 Euro auf der Negativseite veranschlagt. Wie der Stadtkämmerer dazu anmerkte, gebe es bei den externen Dienstleistern „besorgniserregende Kostensteigerungen“ – zu Beispiel bei der Entsorgung des Rechenguts oder Klärschlamms.
Fast fünf Millionen für das Abwasser
Kräftig investiert werden soll im Abwasserbereich ebenfalls, wofür 4,93 Millionen Euro angesetzt werden. Verbessern müsse man vor allem die Zufahrt zur Kläranlage, was mit rund 500 000 Euro zu Buche schlagen dürfte.
Hinzu kommen Modernisierungs-Maßnahmen in der Kläranlage mit 800 000 Euro sowie verschiedene Kanalsanierungen. Im Eigenbetrieb Wasserversorgung ist für 2025 zwar eine Kreditaufnahme von 3,48 Millionen Euro eingestellt, doch Andreas Bauer wies darauf hin, dass die entsprechenden Ansätze bereits in den Vorjahren nicht ausgeschöpft wurden.