Ein nächstes Großprojekt steht in Schonach an: die Generalsanierung der Sporthalle. Foto: Christel Börsig-Kienzler

Bei der Verabschiedung des Haushaltsplans beschloss der Schonacher Gemeinderat unter Protest, die Arbeiten im unteren Teils der Turntalstraße zu verschieben.

Nach den Beratungen im November hat der Schonacher Gemeinderat am Dienstag den Haushalt für das Jahr 2026 beschlossen.

 

Im Ergebnishaushalt wird der Fehlbetrag 769 500 Euro betragen. Immerhin konnte dieser nach den Beratungen sowie neuesten Zahlen der Zuweisungen um runde 200 000 Euro gesenkt werden.

Im Finanzhaushalt wird das Volumen nach Streichungen um 730 000 Euro auf 1,406 Millionen Euro sinken. Dazu kommen 140 000 Euro an Tilgungen. Vor allem die Streichung der Sanierung des unteren Teils der Turntalstraße sorgte für diese Verschiebung.

Der Gemeinderat stimmte der Streichung zwar nur unter Protest zu, rang der Verwaltung aber die Zusage ab, dass zumindest eine Planungsrate aufgenommen wurde, somit die Straßenbauförderung des Landes frühzeitig beantragt und – vorausgesetzt einer Bewilligung – im Januar 2027 dann auch eine zusätzliche Ausgleichsstockförderung für das Projekt beantragt werden kann. Die Sanierung soll dann im gleichen Jahr angegangen werden.

Die Verpflichtungsermächtigung für den Erwerb eines Teileigentums an der Sozialimmobilie (1,5 Millionen Euro), Grunderwerb im Kurpark (275 000 Euro), Breitbandausbau (500 000 Euro) und das BZ-Verfahren Mühlebühl/Rohrhardsberg (150 000 Euro) stellen die größten Summen im Finanzhaushalt.

Zur Finanzierung sollen 248 700 Euro an neuen Krediten aufgenommen werden, außerdem rechnet man mit 690 000 Euro an Zuschüssen.

Im Wasserwerk wird im Erfolgsplan ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet. Die Investitionen belaufen sich auf 160 000 Euro und sollen über Darlehen abgedeckt werden. Größte Investition wird die weitere Sanierung der Quellen am Rohrhardsberg sein.

Verlust beim Kurbetrieb

Im Erfolgsplan Kurbetrieb wird mit einem Verlust in Höhe von 972 400 Euro gerechnet. 520 000 Euro sollen investiert werden, 20 000 Euro für die Planungen der Minigolfanlage und 500 000 Euro für die Anschaffung eines neuen Pistenbullys. 200 000 Euro sollen als Zuschüsse kommen, der Rest soll über Eigenmittel des Kurbetriebes abgedeckt werden.

In allen drei Bereich (Gemeindehaushalt, Kurbetrieb, Wasserwerk) sind Investitionen von 2,086 Millionen Euro vorgesehen, zur Finanzierung müssen 408 700 Euro an Darlehen aufgenommen werden.

Nach dem immensen Investitionsprogramm 2025 in Höhe von 3,689 Millionen Euro – alleine für das Alte Schulhaus wurden zwei Millionen Euro veranschlagt – soll in den Jahren 2026 und 2027 ein Gang nach unten geschalten werden. 2026 liegt der Ansatz bei 1,406 Millionen Euro, 2027 sind 1,263 Millionen Euro geplant. Dann aber soll mit der Generalsanierung der Sporthalle das nächste Großprojekt in Angriff genommen werden. 2028 sind dafür 750 000 eingeplant, 2029 weitere 1,5 Millionen Euro. Ob das am Ende so umgesetzt werden kann, wird sich aber erst noch erweisen müssen.

Kredite belasten Etat

Ein gutes Ergebnis sei das beileibe nicht, kommentierte Steffen Dold. Allerdings, so stellte der Kämmerer fest, das andere Kommunen dieselben, teilweise sogar noch wesentlich größere Probleme hätten. Eventuell, so hoffte er, würde das kommende Jahr einnahmenseits auch besser laufen wie geplant, entsprechend könnte man die Darlehensaufnahme verringern. Dem Gemeinderat sprach er seinen Dank aus – der stimmte schließlich zu, Projekte wie die Turntalstraße nochmals zu schieben und die geplanten Investitionen und somit auch die Darlehensaufnahmen wesentlich zu verringern.

Auch Bürgermeister Frey stimmte zu und rechnete vor, dass man aktuell bei Kreditaufnahmen bei drei bis vier Prozent Zinsen liege, alleine die zu finanzieren würde künftige Haushalte immens belasten. Der Gemeinderat stimmte dem Haushaltsplan einstimmig zu.