Die Gewerbesteuereinnahmen sind in Nagold weiter hoch. Foto: Thomas Fritsch

Die öffentlichen Haushalte sind schwer unter Druck. Außer in Nagold. Dort scheint die Finanzlage noch immer im Lot zu sein. Der Budgetbericht für das dritte Quartal jedenfalls ist unauffällig. Und die Gewerbesteuer sprudelt weiter.

Nagolds Gemeinderat streifte das Thema nur am Rande. Und das lag sicher auch daran, dass der Budgetbericht für das dritte Quartal mehr oder weniger unauffällig ausfällt.

 

„Es sieht ähnlich aus wie 2023“, merkte Nagolds Kämmerer Hagen Breilting an. Auch vor einem Jahr entwickelten sich die Finanzen der Stadt besser als im Haushaltsplan festgeschrieben. Und auch damals wollte man diesen guten Nachrichten nicht so wirklich trauen.

Nagolds Finanzbürgermeister Hagen Breitling bemühte zur Situationsbeschreibung die vor allem bei Kämmerern beliebte Metapher von den dunklen Wolken, die am Horizont zu sehen sind. Allein, sie scheinen Nagold noch immer nicht erreicht zu haben. „Wir sehen uns jedenfalls noch immer nicht veranlasst, unsere Planungen auch für das Haushaltsjahr 2025 zu verändern“, sagte Breitling in der Ratssitzung,

Rekordverdächtig hoch

Dabei gilt der Blick besonders der Entwicklung der Gewerbesteuer. Und die sprudelt bei den Nagolder Unternehmen noch immer emsig, ja rekordverdächtig hoch, muss man sagen – auch, wenn das so gar nicht in diese Zeit passen mag.

Laut den Unterlagen des Budgetberichts liegt das Gewerbesteueraufkommen nach dem dritten Quartal fast vier Millionen Euro über dem Plan – und zum Ende des Jahres wird sogar mit einem Plus von 5,7 Millionen Euro gerechnet. Geplant war im Haushaltsjahr 2024 mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von rekordverdächtigen 17,7 Millionen Euro.

Bürgermeister Hagen Breitling erörterte zudem, dass er beim gesamten Haushalt 2024 mit einem „Zieleinlauf“ rechne – sprich: „Ein positiver Abschluss könnte erreicht werden“.