Nur teilweise positiv war der Blick von Kämmerin Nicole Dold auf Mönchweilers Gemeindehaushalte ab 2022.
Angesichts der Finanzlage wurde eine Senkung des Schulbudgets beschlossen. 2022 gelang der Haushaltsausgleich, der Eigenbetrieb Wohn-Park erzielte „fast eine Punktlandung“. 2020 lag dessen Minus noch bei 42 000 Euro, 2022 bei knapp 18 000 Euro, 2023 wohl maximal 12 000 Euro.
2023 rechne man für den Kernhaushalt mit einem Fehlbetrag von 193 000 Euro. Der Ergebnishaushalt 2024 entwickle sich positiv, was aber hauptsächlich an einmaligen Gewerbesteuerzahlungen liege. Im Aufwandshaushalt sei alles im Rahmen. An investiven Ausgaben stehen noch das Breitband und das Kinderhaus an. Derzeit habe man 2,2 Millionen Euro auf dem Konto, mehr Rücklagen gebe es nicht.
Für 2025 eher düster
Sie hoffe, dass man 2024 ohne Kredit auskomme, 2025 sehe es eher schlecht aus. Die geplante Erhöhung der Kreisumlage bedeute für Mönchweiler Mehrausgaben von bis zu 150 000 Euro. Wenn das Ziel weiterhin eine schuldenfreie Gemeinde sei, müsse man künftig alle Ausgaben auf wirtschaftliche Sinnhaftigkeit prüfen.
Einnahmen seien durch Gebührenerhöhungen bei Kindergarten, Friedhof, Wasser oder Abwasser erzielbar. Die Satzung zu Verwaltungsgebühren sei schon 30 Jahre alt. Angesichts der Frage nach Personalkosten im Allgemeinen betonte Hauptamtsleiter Sebastian Duffner, dass viele Steigerungen Tarifabschlüssen geschuldet, Kinderhaus und Rathaus personell an der Kante seien. Dold brachte die Reduzierung von Zahlungen an die Schule pro Schüler ins Gespräch. Die würden so von knapp 100 000 auf etwa 82 000 Euro sinken. Die Schule sei top ausgerüstet und habe alles. Der geplante Anbau werde auch drei bis fünf Millionen Euro kosten. Sie stellte auch in Frage, dass jede Klasse eine eigene Abschlussfeier hat. Ein großer Brocken der Schulkosten betreffe das Personal, so Bürgermeister Rudolf Fluck. Man leiste sich eine Mensa, drei Hauswirtschaftler und zwei Sozialarbeiter. Letztere wolle er nicht hinterfragen, da Familien immer mehr Lasten auf Schulen übertrügen.
Rat soll entscheiden
Als Gemeinderat sehe man nicht, wofür Mittel eingesetzt würden, so Sabine Roth. Dold kritisierte, dass zum Beispiel neue Möbel beschafft wurden, obwohl anderswo alte lagern. Fluck stellte angesichts Rechnungen für neue Bücher die Frage, wie alte aufbewahrt und wiederverwendet werden. Andreas Staiger sprach sich dafür aus, Verfügungsmittel zu kürzen oder das Budget komplett zu kippen und künftig den Gemeinderat wieder über Posten entscheiden zu lassen. Man müsse viel mehr ins Detail gehen, so Andreas Schramm. Das könne man mal ein, zwei Jahre probieren, so Fluck. Er tue sich schwer, wie in den letzten Jahren mit Geld umgegangen worden sei. Letztlich stimmte der Gemeinderat gemäß dem Vorschlag Staigers dafür, das Schulbudget auf 60 000 Euro zu kürzen und das Gremium entscheiden zu lassen.