Einen ausgeglichenen Haushalt 2026 für die Gemeinde Hardt konnte der Gemeinderat einstimmig verabschieden.
Der Ergebnishaushalt sieht ordentliche Erträge von 7,87 Millionen Euro vor; Aufwendungen von 7,86 Millionen Euro führen zu einem ordentlichen Ergebnis von 10 300 Euro.
Im Finanzhaushalt bringen die Einzahlungen aus der Verwaltungstätigkeit den Betrag von 7,53 Millionen Euro; die Auszahlungen summieren sich auf 6,89 Millionen Euro. Das ergibt im Ergebnishaushalt einen Überschuss von 641 700 Euro.
Nach der neuen Steuerschätzung erhöht sich der Gemeindeanteil aus Umsatzsteuer und Einkommenssteuer um 77 000 Euro. Dagegen ergibt die erwartete Erhöhung der Kreisumlage auf 32 Prozent eine Verschlechterung von 94 000 Euro.
Abwassergebühr steigt
Im Ergebnishaushalt wurde der Investitionszuschuss Kläranlage für die Stadtwerke Schramberg auf 296 000 Euro erhöht. Die Abwassergebühr wird zum 1. Januar 2026 erhöht, um die Kostendeckung dann auf 96 Prozent zu erhöhen.
Im Investitionsprogramm ist ein Ersatzfahrzeug (für Linder) mit 200 000 Euro geplant. Die restlichen Bauplätze im Wohngebiet Königsfelder Straße (5800 Quadratmeter) werden voraussichtlich verkauft. Für die Sanierung der Kita werden 933 000 Euro für die nächsten zwei Jahre eingeplant. Die Werner-Staiger-Halle, das Bürgerhaus und das Lehrerwohnhaus werden an die Fernwärme angeschlossen. Außerdem sind am Wohnhaus die Dachsanierung und eine PV-Anlage geplant (364 000 Euro).
Die Erneuerung der Technik am Regenüberlaufbecken am Bauhof und ein Retentionsbodenfilter sind für 940 000 Euro vorgesehen.
Tilgung statt neuen Krediten
Der Ausbau am Lehenweg 2026 und 2027 steht mit 500 000 Euro im Finanzplan, ebenso Erschließungsbeiträge von 475 000 Euro. Eine Kreditaufnahme ist für 2026 nicht vorgesehen, aber eine Tilgung von 100 000 Euro. Der Schuldenstand liegt zum 31. Dezember 2026 bei 1,56 Millionen Euro mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 629 Euro.
Der Haushalt 2026 wurde einstimmig beschlossen. „Nicht spektakulär“, nannte Werner Thimm den Haushalt zur Erhaltung der Infrastruktur, besonders im Bereich Wasser und Abwasser. Die Gemeinde habe ihre Aufgaben gemacht und könne ihre Investitionen finanzieren. Wer hätte das so erwartet?
Höhere Standards
Ohne Luftschlösser zu bauen, habe man mit dem Neubau der Kita höhere Standards gesetzt. Mit einem erfreulichen Haushalt könne die Gemeinde ins Jahr der Wiederwahl des Bürgermeisters starten.
Für vernünftige Entscheidungen des Gemeinderats dankte Michael Moosmann.