Alles zu teuer: Blumenkübel am Marktplatz oder Pflanzkästen an den Brücken wird es dieses Jahr nicht geben. Foto: Lenski

Blumenkästen an den Brücken, Pflanzkübel auf dem Marktplatz – das wird man dieses Jahr den Bürgern aus Kostengründen vorenthalten.

Mit dieser Nachricht wartete Bauamtsleiter Hans-Martin Schluck am Donnerstag in der Sitzung des Haigerlocher Ortschaftsrates auf. Als Grund nannte er die schwierige finanzielle Lage der Stadt. Verzichtet werden soll in der Unterstadt auf das Aufstellen der Blumenkübel sowie das Aufhängen von Blumenkästen an den drei Brücken beim „Schlössle“, beim ehemaligen Gasthaus Schwanen und beim Bahnhof.

 

Das ergibt laut Schluck nach vorläufigen Schätzungen ein Einsparpotenzial von rund 26 600 Euro. Außerdem sollen pflegeintensive Staudenflächen in weniger pflegebedürftige Bodendecker-Beete umgewandelt werden, zum Beispiel an der neu geschaffenen Grünfläche an der Natursteinmauer, die nach dem Abriss des ehemaligen Jugendhauses bei der Ampel am „Schlössle“ entstanden ist oder an Baumstandorten in der Oberstadt.

Maßnahmen „leider nötig“

Die Maßnahmen seien im Sinne der Einsparungen „leider nötig“, so Schluck in der Sitzung. Ortschaftsrätin Nadine Reiband bedauerte dies, sie betonte aber, dass sie zumindest die Kübel nicht vermissen werde. Weiter wurden in der Sitzung die deutlich weniger gewordenen Flieder-Büsche im Städtle angesprochen, die früher während ihrer Blüte im Mai immer viele Touristen nach Haigerloch gebracht haben. Mögliche Nachpflanzung wurden angeregt. Ortschaftsrat Siegbert Erat schlug Patenschaften für bestimmte Bereiche durch den Kindergarten oder die Schulen vor.