In der letzten Sitzung des Jahres im Winzelner Rathaus wurde der Haushalt verabschiedet. Die Platzumgestaltung bei der Alten Kirche und die Außenanlagen beim Kindergarten in Winzeln waren weitere Themen.
Über einen Antrag auf Nutzungsänderung eines ehemaligen Schaltraums in der Hauptstraße in eine Bäckerei informierte Hauptamtsleiterin Stefanie Grumbach. Der Rat hatte keine Einwände gegen das Vorhaben.
Nachdem auf die erste Ausschreibung (Vergabe Alte Kirche: Landschaftsbauarbeiten und Tiefbau) nur ein Angebot einging, das deutlich über der Kostenschätzung lag, habe man die Ausschreibung in drei Lose aufgeteilt, informierte der Bürgermeister zum nächsten Tagesordnungspunkt.
Konkret ging es um die öffentlichen Ausschreibungen für die Platzumgestaltung im Bereich der Alten Kirche (Los 1), die Tiefbauarbeiten im Abschnitt Alte Kirchstraße/Heimbachstraße (Los 2) sowie für den Eingangsbereich der Kita Winzeln (Los 3). Alexander Gräßle vom Büro Faktor Gruen informierte über den Ausschreibungsprozess und stellte anschließend ein erstes Konzept zur Gestaltung der Außenanlagen beim Kindergarten Winzeln vor.
Noch nichts in Stein gemeißelt
Bei dem groben Entwurf sei noch nichts in Stein gemeißelt, sagte Gräßle auf Nachfragen aus dem Gemeinderat. Das Gremium sprach sich dafür aus, dass die Planung weiterverfolgt wird.
Bei den Ausschreibungen stimmte der Gemeinderat mehrheitlich für die Vergabe zugunsten der Firma Schöppler GmbH (Los 1) aus Maßkirch für rund 353 240 Euro. Bei Los 2 (Angebotssumme rund 327 000 Euro) und Los 3 (77 992 Euro) machte jeweils die Firma Oberer aus Sulz am Neckar das Rennen.
Architektin Irmela Haisch gab Auskunft zu den laufenden Arbeiten am Winzelner Kindergarten. Der Öltank sei mittlerweile ausgebaut und ein kranker Baum gefällt worden. Dadurch habe sich eine neue Situation ergeben und der Bereich müsse überplant werden.
Die schwarze Null fällt
Nach der Einbringung des Haushalts im November war schon ersichtlich, dass es dieses Mal nichts wird mit der schwarzen Null. Die Zahlen hätten sich sogar noch etwas verschlechtert, was vor allem an der Oktober-Steuerschätzung liege, informierte Kämmerin Monika Schiem. Die Grund- und Gewerbesteuer anzuheben würde dem Haushalt guttun, auch wenn die vorgeschlagene Anhebung um 20 Prozentpunkte korrigiert wurden auf zehn Prozentpunkte.
Mit ordentlichen Erträgen in Höhe von rund 9,38 Millionen Euro und Aufwendungen in Höhe 10,79 Millionen bleibt im Ergebnishaushalt am Ende ein negatives Gesamtergebnis von 1,4 Millionen Euro. Um den Haushalt auszugleichen, wird eine Entnahme aus den Rücklagen notwendig. „Wir hatten gute Jahre“, so Schiem. „In den nächsten Jahren werden wir aber in die Tasche greifen müssen“, was dank guter Rücklagen auch möglich sei.
Bürgermeister blickt nach vorn
Bürgermeister Rainer Betschner hatte eine Haushaltsrede vorbereitet. Darin thematisierte er die aktuelle weltpolitische Lage, Auswirkungen auf die Gemeinde und die Fülle an Projekten, die man in Fluorn-Winzeln gestemmt oder angegangen habe. So der Neubau des Bauhofes oder der bevorstehende Umbau der ehemaligen Bürgermeisterwohnung. Für das neue DRK-Gebäude soll eine Investitionshilfe aus dem Ausgleichstock beantragt werden.
Betschners Dank galt dem Rathausteam, den Kindergärten und dem Gemeinderat.
Der Haushaltsplan wurde einstimmig beschlossen, ebenso der Zuschussantrag und die Annahme von Spenden.