In der Stadt Bad Liebenzell sprudeln die Einnahmen bei der Gewerbesteuer. Foto: © Nico – stock.adobe.com

Angesichts der Hiobsbotschaften wegen der Corona-Krise gibt es auch noch die guten Nachrichten. So entwickeln sich die Finanzen von Bad Liebenzell ausgesprochen positiv.

Bad Liebenzell - Die Kurstadt hat hohe Verbindlichkeiten. Die Pro-Kopf-Verschuldung zum 31. Dezember 2020 lag bei rund 6900 Euro und damit höher als bei Städten wie Mannheim und Heidelberg. Die Kritik an dieser hohen Verschuldung pflegt Bürgermeister Dietmar Fischer mit dem Hinweis zu kontern, dass diesen Verbindlichkeiten auch Werte gegenüberstünden. Gerne verweist er dann zudem auf die 35 Millionen Euro an Zuschüssen, welche die Stadt für all diese Vorhaben bekommen habe.

Pessimistische Planungen

Darüber hinaus entwickeln sich bereits seit einiger Zeit die Finanzen der Stadt positiver als gedacht. Kämmerer René Kaufmann sagte deshalb schon in der Sitzung im September, dass er am Ende auf eine schwarze oder rote Null hofft. Bei den Planungen für den Haushalt war die Stadtverwaltung eher pessimistisch. Das hat in Bad Liebenzell Tradition.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung zeigte sich Bürgermeister Dietmar Fischer besonders erfreut über das Aufkommen der Gewerbesteuer. Eingeplant waren nur 1,8 Millionen Euro. Jetzt werden es sogar 3,1 Millionen Euro und damit stolze 1,3 Millionen Euro mehr als vorgesehen.

Positiv fiel auch der Finanzzwischenbericht von René Kaufmann in der jüngsten Ratssitzung aus. So konnte die Stadt, Stand 15. November, bereits 87 Prozent der vorgesehenen Erträge einnehmen. Bei den Aufwendungen sind 78 Prozent realisiert.