Wie soll der Altensteiger Stadtwald im Jahr 2026 bewirtschaftet werden? Im Gemeinderat wurde die Planung vorgestellt. Ein Kostenpunkt sticht besonders heraus.
Wie wird Altensteig im kommenden Jahr seinen Wald bewirtschaften? Darauf hatte Inge Hormel, Abteilungsleiterin des Bereichs Forstbetrieb und Jagd im Landratsamt Calw, Antworten im Gemeinderat mitgebracht. „Der Vorschlag ist: Wir machen weiter wie bisher“, sagte sie.
Konkret bedeutet das: Planmäßig sollen 21.500 Festmeter im Stadtwald geschlagen werden. Der Großteil davon soll Nadelholz sein, 18.250 Festmeter sind geplant.
Holzverkauf könnte im Jahr 2026 1,8 Millionen Euro einbringen
Die Försterin geht davon aus, dass der Holzverkauf im kommenden Jahr 1,8 Millionen Euro in die Stadtkasse spülen wird. Mit einigen anderen kleineren Einnahmeposten, wie etwa Zuweisungen vom Land oder Jagdpachten, soll so ein Ertrag von rund 2,03 Millionen Euro erwirtschaftet werden.
Dem gegenüber sind Kosten in Höhe von rund 1,57 Millionen Euro veranschlagt. Etwa steht die Bodenschutzkalkung an. „Nicht erschrecken“, sagte Hormel zu den Stadträten angesichts der Kosten von voraussichtlich 109.800 Euro. Denn 90 Prozent der Bodenschutzkalkung könnten gefördert werden.
Die Kalkung ist für eine Gesamtfläche von 154,6 Hektar geplant. Mit der Bodenschutzkalkung soll der Nährstoffhaushalt des Waldbodens sowie der Säuregehalt wieder ins Lot gebracht werden.
Den größten Posten bei den Aufwendungen stellen Löhne und die Kosten für die Verwaltung dar. 390.000 Euro sind für die Löhne für Waldarbeiter veranschlagt. Die Verwaltung schlägt voraussichtlich mit 290.000 Euro zu Buche.
Wenn alles so kommt, wie nun veranschlagt wurde, wird mit dem Stadtwald einen Gewinn von 464.000 Euro im Jahr 2026 erwirtschaftet.
Bei den Baumkulturen möchte die Forstverwaltung 2026 noch intensiver arbeiten. Geplant ist, 3,8 Hektar für Kulturen vorzubereiten.
Auf 4,3 Hektar sollen Kulturen begründet werden. Dabei soll auch die Artenvielfalt unter den Bäumen vermehrt werden. Douglasie, Stieleiche und Berg- und Spitzahorn sind einige der Arten, die dauerhaft im Altensteiger Wald angesiedelt werden sollen. Förster Reiner Stoll betonte die Notwendigkeit eines Mischwaldes, um diesen zukunftsfähig – auch für den Klimawandel – zu machen. Wird etwa eine Art durch Schädlinge angegriffen, bleibt der Wald durch die anderen Baumarten bestehen.
Junge Baumkulturen sollen geschützt werden
Neben der Neubegründung gilt es außerdem, bestehende Bestände zu sichern: Auf einer Gesamtfläche von 6,7 Hektar. Auf 16,6 Hektar gilt es außerdem, die Jungbestände zu pflegen.
Wesentlich größere Flächen sollen hinsichtlich des Verbissschutzes bearbeitet werden: 64,9 Hektar. Dafür sollen etwa Pfisterpfähle und Wuchshüllen eingesetzt werden. 9475 Stück möchte die Forstverwaltung in diesem Jahr davon ausbringen.
Der Waldwirtschaftsplan für das Jahr 2026 wurde im Gemeinderat einstimmig beschlossen.