Um die Einnahmen und Ausgaben in Altensteig ging es im Gemeinderat. (Symbolbild) Foto: Marco2811 - stock.adobe.com

Die Finanzen zum Jahresende 2025 sehen in Altensteig ordentlich aus. Allerdings weichen die Kopfzuweisungen vom Land enorm vom Planansatz ab – um eine Million Euro nach unten.

Das Jahr 2025 ist vorbei und damit kann die Stadt Altensteig Bilanz ziehen. In der vergangenen Gemeinderatssitzungen waren noch nicht alle Buchungen erledigt, dies sollte mittlerweile geschehen sein.

 

Kämmerer Udo Hirrle gewährte einen Blick in die Finanzen des letzten Quartals. Erwartet würden etwa 2,2 Millionen Jahresüberschuss im Jahr 2025. Anfang des Jahres lag der prognostizierte Überschuss noch bei 1,1 Millionen Euro. Also verdoppelt sich der prognostizierte Wert.

Fauxpas lässt prognostizierten Jahresüberschuss um eine Million Euro sinken

Allerdings: Im Bericht zum dritten Quartal hieß es noch, Altensteig werde voraussichtlich mit 3,8 Millionen Euro im Plus abschließen. Warum es in so kurzer Zeit 1,4 Millionen Euro weniger werden, erklärte der Kämmerer in der Sitzung – und musste einen Fauxpas zugeben.

Beim Planansatz der Finanzzuweisungen vom Land war ihm „ein eigentlich unverzeihlicher Rechenfehler“ unterlaufen. Er hatte bei den Kopfzuweisungen eine Gemeinde mit etwa 20.000 Einwohnern angelegt – also etwa die Größe Nagolds. Altensteig hat allerdings nur rund 11.000 Einwohner. Der Planansatz fiel somit um rund eine Million Euro zu hoch aus. „Das tut mir leid“, sagte er in der Sitzung.

Dennoch wird Altensteig besser abschließen als gedacht. Etwa die Stadtwald-Erlöse sind höher als gedacht, wie auch die Forstbehörde in der gleichen Sitzung berichtete. Statt veranschlagten 280.000 Euro Einnahmen aus dem Stadtwald flossen 550.000 Euro in die Stadtkasse.

Zu dem Plus kommt es auch durch unerwartet hohe Gewerbesteuer-Einnahmen von 8,669 Millionen Euro. Veranschlagt gewesen waren sieben Millionen Euro, im dritten Quartal rechnete die Kämmerei allerdings noch mit voraussichtlichen Einnahmen von 10,146 Millionen Euro.

Auch bei den Einnahmen aus Kindergartengebühren sei die Stadt über dem Planansatz, allerdings sei dieser auch zu niedrig angesetzt worden, erläuterte Hirrle. Auf der anderen Seite sind im Kindergartenbereich nicht alle Stellen besetzt, damit fielen die Ausgaben fürs Personal geringer aus. Auch hatte die Stadt mit einer höheren Tarifsteigerung im öffentlichen Dienst geplant als es schlussendlich gab.

Förderprogramm des Bundes bringt 6,8 Millionen in zwöllf Jahren

Außerdem startet bald das Programm „Lukif“ des Bundes. Über dieses werden an die Länder und über diese weiter an die Kommunen insgesamt 100 Milliarden Euro verteilt. An Altensteig gehen 6,8 Millionen.

Dieses Geld kann in den nächsten zwölf Jahren in Investitionen investiert werden. Maßnahmen, die darüber gefördert werden sollen, können ab dem Frühling angemeldet werden.