Im Gemeinderat ging’s ums Geld. (Symbolbild) Foto: Monika Skolimowska/dpa

Der Finanzbericht für das dritte Quartal setzte den Trend fort: Altensteig wird 2025 wohl besser abschließen als gedacht. Eine Bitte gab es zur Präsentation der Berichte.

Wie steht es um die Finanzen nach Ablauf des dritten Quartals? Im Gemeinderat stellte Kämmerer Udo Hirrle die aktuellen Zahlen vor.

 

Voraussichtlich werde die Stadt mit 3,8 Millionen im Jahr 2025 abschließen. Anfang des Jahres waren 1,1 Millionen Euro angesetzt worden, im 2. Quartal lag die Prognose bei 3,4 Millionen Euro.

Besonders ins Gewicht fielen – genau wie schon bei der Vorstellung des 2. Quartalsberichts – die Gewerbesteuer, die weitaus höher ausfällt als erwartet.

Darlehensermächtigung bleibt unangetastet

Die Darlehensermächtigung würden weiterhin nicht in Anspruch genommen. Diese möchte die Kämmerei „dahin schieben, wo wir sie dann brauchen.“ Schon beim Bericht für das zweite Quartal kündigte Hirrle an, dass spätestens ab 2027 schwere Jahre auf die Stadt zukommen könnten. Denn durch Kreis- und Finanzausgleichsumlage wird dann von der hohen Gewerbesteuer aus dem Jahr 2025 nur wenig übrig bleiben.

In der Sitzungsvorlage ist vermerkt, dass das Land beschlossen habe, den Kommunen beim Finanzausgleich mehr Liquidität, also flüssige Mittel, zur Verfügung zu stellen.

Das soll aber nicht bedeuten, dass die Stadt mehr Geld hätte, wird in der Vorlage betont. Denn diese Zuweisungen hätten lediglich zu mehr Liquidität geführt, nicht jedoch zu mehr Einnahmen. „Hilft also nur bedingt“, heißt es in der Vorlage nüchtern.

Der Schuldenstand wird voraussichtlich zum Jahresende bei rund 20,3 Millionen Euro liegen. In der Vorlage weist Kämmerer Udo Hirrle allerdings darauf hin, dass die „Verschuldung pro Kopf“, die lange Zeit als Kennzahl galt, mittlerweile überholt ist.

In der gleichen Sitzung wurde die Eröffnungsbilanz für das Jahr 2020 vorgestellt, die auch als Basis für die Abschlüsse nach 2020 dient. In dieser stellte die Kämmerei einen „durchaus respektablen Wert der Bilanzsumme“ fest. Und: „Im Bereich unserer Investitionen sind wir auf Kurs“, berichtete Hirrle.

Einen Bericht notfalls weglassen

Da erst in der Sitzung zuvor die Zahlen für das zweite Quartal präsentiert wurden, hielt sich der Bericht kurz. Sollte es noch einmal vorkommen, dass die beiden Berichte so kurz aufeinander fallen würden, regte Hirrle an, den des zweiten Quartals, also den älteren, nicht zu präsentieren.

Stadtrat Tobias Schmid von der CDU begrüßte dies. „Wir haben diesen Bericht mal eingeführt, um vierteljährlich zu sehen, wo wir stehen.“ Er halte es dementsprechend für völlig richtig, wenn nötig auf einen zu verzichten. Gleichzeitig regte er an, in den Haushaltsverhandlungen einen genaueren Blick darauf zu werfen, wie die einzelnen Entwicklungen zustande gekommen sind.