Matthias Schmitz wird die TSG Balingen auch am 24. Mai aufs Feld führen. Beim SWR wird dies nicht zu sehen sein. Foto: Eibner

Am 24. Mai steigt der Finaltag der Amateure. 15 Partien werden zusätzlich zur ARD-Konferenz noch live gestreamt. Der SWR verzichtet jedoch nicht nur beim Balinger Spiel darauf. Wir haben nachgefragt.

Der Finaltag der Amateure rückt immer näher. Deutschlandweit werden in 20 Landesverbänden die Pokalsieger ausgespielt. In Württemberg duellieren sich die TSG Balingen und SG Sonnenhof Großaspach. Wie bereits gewohnt, wird die ARD alle Partien in Konferenzen zeigen.

 

15 der 20 Spiele werden zudem auch in einem zusätzlichen Stream komplett übertragen. Das TSG-Spiel zählt hier ebenso wie die Begegnungen FC Rot-Weiß Koblenz – FV Engers, FK Pirmasens – TSV Schott Mainz, Türksport SV Pforzheim – SV Sandhausen sowie Bahlinger SC – FC Auggen nicht dazu. Alle Partien fallen in das Sendegebiet des SWR (Südwestdeutscher Rundfunk), der auf eine Übertragung verzichtet.

Zu wenige Ressourcen

Auf Anfrage unserer Redaktion zu den Gründen erklärt Ursula Foelsch aus der Presseabteilung: „Diese Veranstaltung bindet außergewöhnlich viele Ressourcen, so dass es unter den aktuellen Bedingungen nicht möglich ist, zusätzlich noch Live-Streams anzubieten. Erschwerend kommt dazu, dass durch die fünf Landesverbände relativ viele unterklassige Vereine im Finale stehen und das allgemeine Interesse an diesen Spielen eher gering ist.“ Sie verweist zudem darauf, dass beispielsweise der BR (Bayrischer Rundfunk) nur das Spiel zwischen Illtertissen und Unterhaching zu betreuen hat, dies trifft auch auf die anderen Rundfunkanstalten der ARD zu. Bereits in den vergangenen Jahren kamen die Fans aus Württemberg nicht in den Genuss eines zusätzlichen Streams.

Ein weiterer Aspekt macht die Sache für den SWR zusätzlich schwierig. „In diesem Jahr findet am 24. Mai außerdem noch das Pokalfinale mit dem VfB Stuttgart statt, so dass an diesem Samstag alle Ressourcen bis zum Anschlag ausgeschöpft werden“, so Foelsch.

Der WFV könnte streamen

Sie erklärt aber abschließend: „Um die Stream-Möglichkeit offen zu halten, hat der SWR zugestimmt, dass die Verbände unser Signal übernehmen können und selbst streamen, in der Hoffnung, den Verbänden damit eine gute Option anzubieten.“ Sprich: Der WFV könnte hier gegebenenfalls in Einzelleistung einen Stream anbieten – wie es auch bei den beiden Halbfinalspielen der Fall war.

2023 hatte es große Kritik an der ARD gegeben, da das Balinger Elfmeterschießen gegen die Stuttgarter Kickers, welches die letzte Entscheidung des Tages bildete, nur noch im Re-Live zu sehen war.