m Finale um den Bezirkspokal setzt sich der SV Rangendingen in Stetten verdient mit 1:0 gegen den SV Dotternhausen durch. Birkan Madran erzielt in der 30. Minute den entscheidenden Treffer.
Herrliches Fußballwetter und dazu eine tolle Kulisse: Die Rahmenbedingungen für das letztmalig ausgetragene Pokalfinale des Fußballbezirks Zollern waren ideal. Die beiden Mannschaften zeigten dann an Bezirksligaverhältnissen gemessen eher ein unterdurchschnittliches Spiel – dafür herrschte aber Spannung bis zum Schluss.
Gefährliche Freistöße
Auf dem Stettener Rasenplatz war es Rangendinges Routinier Manuel Pflumm, der nach drei Minuten für das erste Ausrufezeichen sorgte. Seinen Freistoß aus 25 Metern konnte Christian Baasner aber parieren. Es sollte nicht die letzte Rettungstat des Dotternhausener Schlussmanns gewesen sein. In der 14. Minute rauschte ein von SVR-Spielertrainer Björn Straub getretener Freistoß knapp am langen Eck vorbei.
Vieles spielte sich zunächst im Mittelfeld ab und der Ballbesitz wechselte schnell zwischen den beiden Teams hin und her. Während die Plettenbergkicker, bei denen der zuletzt verletzte Kapitän Markus Kath in der Startelf stand, aber im letzten Drittel praktisch keine Gefahr ausstrahlten, kam Rangendingen zumindest immer wieder zum Abschluss. Angreifer Florian Pötzsch scheiterte aus spitzem Winkel an Baasner (23. Minute).
Das Tor des Tages
Sieben Minuten später war aber auch der Keeper machtlos. Der starke Pötzsch setzte sich rechts im Strafraum durch und legte fast von der Grundlinie auf Birkan Madran zurück – der brauchte aus kurzer Distanz nur noch einzuschieben. Rangendingen führte verdient mit 1:0.
Dotternhausen gab dann kurz später in Person von Matthias Mauz den ersten Torschuss überhaupt ab. Mauz musste aber noch vor der Pause vom Feld: Der Regisseur war bereits kränklich ins Spiel gegangen und wurde durch Jan Glöckler ersetzt. Es ging mit dem 1:0 in die Kabinen.
Der 2. Durchgang startete – zumindest aus Sicht des Titelverteidigers – furios. Eine Flanke von der linken Seite nahm Pötzsch Volley und scheiterte am toll reagierenden Baasner. Das selbe Duell mit dem selben Ausgang gab es in der 50. Minute. Nach einem cleveren Pass von Straub scheiterte der Angreifer mit einem Flachschuss aus elf Metern an Baasner.
Viele Wechsel
Das zweite Rangendinger Tor lag nun merklich in der Luft und Fabio Gallinaro versuchte mit personellen Veränderungen dagegen zu halten. Bereits nach 55 Minuten hatte er vier Mal gewechselt. So kamen unter anderem Phillip Max und Daniel Zobel in die Partie. Letzterer musste aber nur 20 Minuten später verletzungsbedingt schon wieder raus.
Das Spielgeschehen wurden in der Folge relativ zäh. Auf Rangendinger Seite zeigte Pflumm in der Innenverteidigung eine praktisch fehlerfreie Partie und köpfte die langen Bälle des SVD souverän aus der Gefahrenzone. Auch sonst waren die Schwarz-Weißen das präsentere und zweikampfstärkere Team. Luis Kalbacher spielte auf der „6“ sehr umsichtig, ballsicher und laufstark. So hielt er Spielertrainer Straub zudem „den Rücken frei“ für offensive Läufe.
Straub selbst nutzte in der Schlussphase auch alle seine fünf Wechseloptionen und ging kurz vor Schluss auch vom Platz. Vom Seitenrand verfolgte er angespannt die letzten Minute. Trotz aller Bemühungen fehlten Dotternhausen an diesem Tag aber die Mittel, um wirklich gefährlich zu werden. Zwar gab es noch eine Reihe von Standardsituationen – am Ende standen die Grün-Weißen aber nach 93 Minuten ohne nennenswerte Torchance da. Schiedsrichter Philipp Baur, der eine großzügige Linie fuhr, aber keine Probleme mit der Partie hatte, pfiff ab und anschließend kannte der Jubel auf SVR-Seite keine Grenzen mehr.