Ulrich Böhm und Stephanie Wunder Foto: Dieter Dürrschnabel/Picasa

Eine Reihe von Kinoliedern hat das Trio Feinherb bei einem Konzert in der Alten Friedhofskirche St. Peter und Paul in Nusplingen präsentiert – und wusste die Zuhörer damit zu verzaubern. Der Erlös kam in Gänze der Kooperation dreier Grundschulen zugute.

Ein herrliches Ambiente hat die Alte Friedhofskirche St. Peter und Paul in Nusplingen für ein ganz besonderes Konzert geboten: Stephanie Wunder, Ulrich Böhm und Florian Jungkunz haben getreu ihrem Konzert-Motto ihre Lieblingslieder vergangener Kinofilme ertönen lassen.

 

Viele Besucher, darunter Nusplingens Bürgermeister Jörg Alisch sowie sein Vorgänger Alfons Klühwein, waren begeistert vom Auftritt des Trio Feinherb. Auch der Präsident des Chorverbands Zollernalb-Sigmaringen, Michael A. C. Ashcroft, der eine enge Verbundenheit zur Jugendmusikschule (JMS) pflegt, konnte seine Freude nicht verstecken.

Die „Singpause“ profitiert von den Spenden

Stephanie Wunder, die Schulleiterin der JMS Zollernalb, hatte dieses Benefizkonzert mit Ulrich Böhm und Florian Jungkunz aufgestellt – und zwar im Zeichen der Unterstützung der „Singpause“ in den Grundschulen. Der Vorsitzende des Fördervereins Alte Friedhofskirche St. Peter und Paul, Roland Steidle, ist stolz darauf, dass dieser Ort für die Veranstaltung erwählt wurde. Wie aber beginnt man ein solches Benefiz-Konzert? Es sollte doch schon erkennbar sein, dass es hier um die Förderung der Grundschüler und die Animation zum Singen geht.

Auch an den Instrumenten top: Ulrich Böhm und Florian Jungkunz Foto: Dürrschnabel/Picasa

Da gab es eigentlich als „Opening“ nur „The Muppets Show Theme“. Ein Arrangement, das Böhm für sich an der Trompete und Jungkunz am Klavier umschrieb. Ein gelungener Start ins Programm. Doch auch die zweite Melodie, die ertönte, nahm die Zuhörer auf eine wahrhaftige Zeitreise mit. Wunder sang beim Einzug in die Kirche Marlene Dietrich’s Lied „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“.

Tastenkünstler aus Unterfranken: Florian Jungkunz Foto: Dürrschnabel/Picasa

Schlag auf Schlag ging es im Konzert voran, und es verzauberte die Zuhörer, die gekonnt von Stephanie Wunder in die Welt der Leinwand geführt wurden: Ob Heinz Rühmanns „Ich brech‘ die Herzen der stolzesten Frau’n“ – ein Solo von Ulrich Böhm – oder Edith Piaf’s „La vie en rose“, ein wahrer Hörgenuss, der mit frenetischem Applaus belohnt wurde. Mit insgesamt 17 ehemaligen Kino-Melodien, mal mit Trompeten-Solo, mal ein gelungenes Klavier-Solo oder auch „nur“ mit Stephanies herrlichen Sopran-Stimme, wurde dieses Konzert nie langweilig.

Ein Glücksregenbogen aus der Muppet Show

Mit dem letzten Lied, es war der Glücksregenbogen aus der Muppets Show, sollte Schluss sein – aber weit gefehlt: Das Trio Feinherb – alle drei stammen aus Unterfranken – durfte noch zwei Zugaben spielen. So blieb ein „Nachtlied“, das schon in sehr vielen Variationen gesungen wurde, nicht aus. Ulrich Böhm spielte in überwältigender Weise „Mr. Sandman“ von The Chordettes.

Die Spenden gehen an die Singpause. Foto: Dürrschnabel/Picasa

Zum krönenden Abschluss versetzten die Drei die Zuhörer noch einmal in Gänsehaut-Stimmung: Louis Armstrong’s „Lullaby“ spielten und sangen Wunder, Böhm und Jungkunz so eindrucksvoll, dass es kein Halten mehr gab.

Stephanie Wunder hatte während des Konzertes viele Informationen über das Projekt „Singpause“ in den Grundschule zum Besten gegeben: Mit viel Spaß wird in den Schulen immer wieder der Unterricht für etwa 20 Minuten unterbrochen und mit den Kindern gesungen, Stimmübungen und Atemübungen gemacht. So versucht die JMS, die Kinder für die Musik zu gewinnen; die Freude der Schüler bestätigt dieses Engagement. Der Erlös des Konzertes war komplett für die Kooperation mit den Grundschulen Meßstetten, Nusplingen und Schwenningen/Heuberg bestimmt.