Rofu Kinderland hat Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Was bedeutet das für den Standort in Zimmern? Wir haben nachgehakt.
Der Gang in den Spielwarenladen war für Generationen von Kindern ein absolutes Highlight. Und auch das große Rofu Kinderland im Zimmerner Industriegebiet lässt bis heute Kinderherzen höherschlagen. Doch die Branche kämpft mit den schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen.
Jetzt hat Rofu Kinderland Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Dies ziele darauf ab, das Unternehmen langfristig zu erhalten, heißt es. Das Management bleibe im Amt und werde von Sanierungsspezialisten unterstützt.
Was heißt diese Nachricht für den Filialbetrieb und damit die Filiale in Zimmern. Auch unsere Nachfrage erklärt ein Sprecher des Unternehmens: „Wir werden alle Umsatz- und Kostenpositionen genau analysieren und Sanierungsmaßnahmen prüfen. Alle Filialen haben weiter geöffnet und die Kunden können wie gewohnt bei Rofu einkaufen. Der Standort in Zimmern hat also weiter geöffnet und unsere Mitarbeiter sind weiter für die Kunden da.“
Bundesweit 104 Filialen
Der Spielwarenhändler hat bundesweit 104 Filialen – mehrere davon sind in Baden-Württemberg, darunter mit der Filiale in Zimmern eine im Kreis Rottweil. Die Gehälter der insgesamt rund 1970 Beschäftigten seien über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert.
Man werde nun das Verfahren nutzen, um die „notwendigen operativen Sanierungsmaßnahmen“ beschleunigt umzusetzen. Zudem werde Rofu Kinderland den bereits begonnenen Investorenprozess fortsetzen.
Intensiver Wettbewerb
Als Grund für die finanzielle Schieflage und das Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung nennt das Unternehmen ein schwaches Weihnachtsgeschäft, die anhaltende Konsumzurückhaltung, gestiegene Kosten sowie den intensiven Wettbewerb.