Welches Feuerwerk ist dieses Jahr am begehrtesten? Das weiß der Chef der Firma „Pyro Garage“ aus Straßberg.
Das alte Jahr geht zu Ende, das neue beginnt. Grund für viele Menschen, das neue Jahr mit Knalleffekt zu begrüßen. Die Trends sind aber jährlich andere.
Die Preise werden fast überall teurer, im Supermarkt an der Kasse, an der Tankstelle. Und trotzdem ploppen sie verlockend auf rund um Silvester und Neujahr: die Angebote für Feuerwerk. In fast jedem Werbeblatt, das Discounter in die Briefkästen der Haushalte werfen lassen, findet sich Ware mit Knalleffekt.
Wie das aufgenommen wird? Diejenigen, die es wissen müssen, sind die Feuerwerkshändler selber. Etwa die Firma „Pyro Garage“ aus Straßberg. „Der Ansturm ist der gleiche wie im Grunde jedes Jahr“, sagt deren Firmenchef. Die, die Feuerwerk kauften, hätten den gleichen Spaß daran wie sonst auch.
Nach Raketen und Batterien jetzt kleines Feuerwerk
Interessant zu wissen aus Sicht eines professionellen Pyrotechnikers: Die Trends sind jedes Jahr andere. Einst waren es Raketen, im Vorjahr seien es die großen Verbände wie Batterien gewesen, jetzt vor dem Jahreswechsel von 2025 auf 2026 trendet eher das kleine Feuerwerk wie Vulkane und Kreisel. Das weiß der Straßberger Fachmann, der selbst auch großes, professionelles Feuerwerk anbietet und zündet. Massenabfertigung mit Feuerwerk will man in der Straßberger „Pyro Garage“ nicht: Man setze auf Beratung – sämtliche Umstände wie Platz am Abschussort, umliegende Bebauung und natürlich persönliche Vorlieben würden miteinbezogen.
Große Sorgen vor einem potenziellen Feuerwerksverbot hat der Straßberger zwar nicht, hier gebe es auch noch keine Signale aus der Politik. Aber auf der Facebook-Seite der Firma heißt es: „Wir wissen nicht, was 2026 passiert, aber für 2025 heißt es noch mal richtig einkaufen und Ware sichern.“
Fakt ist, das Nachbarland Niederlande beispielsweise hat die Silvesterknallerei für dieses Jahr verboten. Auch sonst halten sich laut offiziellen Umfragen die Menschen mit dem Kaufen von Knallware zurück.
Nur jeder fünfte will privat böllern
Nur gut jeder fünfte Bundesbürger (22 Prozent) will zum Jahreswechsel privates Feuerwerk zünden. Dagegen wollen drei Viertel (74 Prozent) zu Silvester auf pyrotechnische Artikel wie Raketen, Fontänen oder Böller verzichten. Dieses Ergebnis fördert eine Umfrage des TÜV-Verbands zutage, der eine repräsentative Umfrage mit 2500 Befragten ab einem Alter von 18 Jahren in Auftrag gegeben hatte.
Auch die Polizei macht gegen die private Böllerei mobil: Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat mit ihrem größten Verband aus Berlin eine Petition gegen das Feuerwerk initiiert. „Mittlerweile unterstützen mehr als 2,4 Millionen Menschen unsere Petition und das deutschlandweit“, sagt der GdP-Landeschef Stephan Weh.
Doch unabhängig von der Petition gelten ohnehin besondere Regularien für das Abbrennen von Feuerwerk. Gestattet ist nur selbiges der Kategorien F1 und F2, also alles vom kleinen Tischfeuerwerk bis zur Rakete oder Schussbatterie.
Darüber hinaus darf der Privatmann lediglich am 31. Dezember und 1. Januar eine schwarzpulverhaltige Show ans Firmament zaubern. Und auch das nur dort, wo es erlaubt ist. Beispielsweise darf vor Krankenhäusern, Altenheimen, Kirchen oder Kinderheimen nichts in unmittelbarer Nähe gezündet werden.
Mehrere Städte haben weitere Regeln, oftmals darf in Innenstädten mit brandempfindlichen Gebäuden – meist solche mit Fachwerk – nichts gezündet werden. Darüber hinaus gibt es aber zumindest in den Heuberg-Kommunen Bitz, Meßstetten, Nusplingen, Straßberg, Winterlingen und Obernheim keine gesonderten Regeln.