Das nächtliche Spektakel bei Bergfelden löst bei vielen Bürgern negative Reaktionen aus. Denn auch in weit entfernten Teilorten war der unerwartete Lärm zu hören.
Das große Feuerwerk, das von Samstag auf Sonntag bei Bergelden gezündet wurde, erregt die Gemüter.
„Das war kein normales Feuerwerk, diese Knaller, waren für Mensch und Tier eine Zumutung. Wir wohnen neben dem Lidl in der Rosenstraße und man hätte glauben können Krieg bricht aus, so dermaßen laut ging das Ganze vonstatten“, macht eine Anwohnerin aus Sulz ihrem Ärger in den Sozialen Meiden Luft.
„Rest verkneif ich mir besser“
„Wir sind in Holzhausen wach geworden“, teilt eine andere Nutzerin mit. „Also ich auf der Schillerhöhe bin auch aufgewacht....“, gibt ein weiterer Bürger Bescheid.
„Ich habe es in Hopfau auch gehört“, wird aus dem im Glatttal liegenden Ortsteil berichtet. Und auch Bewohner aus dem benachbarten Gebiet Dornhan wurden man ebenfalls auf das Event aufmerksam: „In Weiden hat man es auch gehört. Den Rest verkneif ich mir besser.“
Wird öfters geknallt?
Die Frage, wer für das leuchtende Schauspiel verantwortlich sei, beschäftigt die Community. Eine Nutzerin vermutet, dass es ein gewerblicher Pyrotechniker von außerhalb sein könnte, der das Spektakel auf seinem privaten Flurstück gezündet haben könne.
„Wenn das stimmt, werden wir noch öfters dieses fragwürdige Ereignis erleben dürfen“, reagiert ein anderer Kommentator darauf.
Ein Mühlheimer forscht nach
Und ein weiterer schreibt lapidar: „Dann kann ich meine Hasen schlachten. Das überleben die nicht nochmal.“ Und eine andere Bürgern hält fest: „Das ist einfach nur rücksichtslos und unverschämt!“
Und ein Mühlheimer erklärt, dass das Feuerwerk seinen Kenntnissen zufolge auf einer Wiese zwischen Renfrizhausen und Bergfelden abgehalten worden sei. Scheinbar sei der Anlass eine Familienfeier gewesen.
Unglück in Bochingen
Auf Anfrage teilt Sabrina Glöckler vom Ordnungsamt Sulz mit, dass das Feuerwerk von einem Erlaubnisinhaber nach Sprengstoffgesetz, einem Gewerbetreibenden, gezündet und ordnungsgemäß angezeigt worden war.
Was passieren kann, wenn nicht gewerbliche Pyrotechniker, sondern Privatpersonen am Werk sind, konnte man kürzlich in Bochingen sehen. Bei einer Hochzeit wurden die noch nicht vollständig erloschenen Reste einer Feuerwerksbatterie unter ein Auto geschoben.
„Ein schönes Feuerwerk!“
Dieses fing daraufhin Feuer, zwei weitere Fahrzeuge wurden ebenfalls beschädigt. Bei dem Vorfall entstand Sachschaden in Höhe von 25 000 Euro.
Allerdings wird das Ereignis bei Bergfelden nicht von allen nur negativ bewertet: „Es war gut zu sehen. Ein schönes Feuerwerk!“, lautet ein Kommentar. Mit dieser Meinung ist der Schreiber jedoch in der Minderheit.