Brandbekämpfung, Menschenrettung und die erschwerte Wasserversorgung standen im Mittelpunkt der Großübung der Feuerwehren in Weilen unter den Rinnen.
Mehrere Freiwillige Feuerwehren und das Deutsche Rote Kreuz haben einmal mehr gezeigt, dass sie für Not- und Ernstfälle und allerlei Gefahren gewappnet sind und somit den Schutz der Bevölkerung jederzeit gewähren können.
In einer großangelegten Herbstübung in Weilen unter den Rinnen bewiesen die Einsatzkräfte der Wehren aus Weilen, Schömberg, Gosheim, Schörzingen, Ratshausen, Balingen und Frommern sowie das DRK Ratshausen fachmännisches Wissen, taktische Vorgehensweise, Schlagkraft sowie Schnelligkeit.
Die Leitung der Großübung lag in den Händen von Felician Schäfer von der Feuerwehr Weilen. Über Funk gab er den jeweiligen Kommandanten, Zug- und Gruppenführer Anweisungen. Er zeigte sich am Übungsende sehr zufrieden mit dem reibungslosen Ablauf.
Feuer droht überzugreifen
Als Übungsobjekt diente das Gebäude Firma Staiger in Weilen. Das Szenario war, dass das Industriegebäude in Brand geraten ist, das Feuer auf das Lager und das angrenzende Sägewerk überzugreifen droht, eine starke Rauchentwicklung herrscht und sich noch mehrere Arbeiter im Gebäude befinden.
Personen schnell gerettet
Der fiktive Notruf wurde um 9.30 Uhr abgesetzt. Die Leitstelle Zollernalb alarmierte alle beteiligten Wehren mittels Funks. Fast ein Dutzend Fahrzeuge mit rund 60 Mann fuhren zur Einsatzstelle. Dann wurden die Wehren und Feuerwehrleute ihren jeweiligen Aufgaben zugewiesen. Nachdem sich ein Überblick über die Lage verschafft hatte, wurden Schläuche verlegt, Verteiler gesetzt, Innenangriffe unter Atemschutz zur Menschenrettung angegangen, parallel dazu die Außenbrandbekämpfung gemeistert, und mit Hilfe des Löschzugs 5 aus Balingen sogar eine fiktive Wasserförderung aus dem Vorsee des Schömberger Stausees aufgebaut. Vor Ort auch der Abrollbehälter Wasser-Schaum aus Balingen.
Die Atemschutzträger holten die angenommenen fünf Verletzten innerhalb von nur sieben Minuten aus dem brennenden und verrauchten Gebäude. Dies wurden dem DRK Ratshausen zur medizinischen Erstversorgung übergeben.
Schwierige Wasserversorgung
Die Wehrleute hatten so allerhand zu bewältigen, was ihnen jedoch beispielhaft und dies schnellt gelang. Sie zeigten, dass eine Zusammenarbeit über die Orte hinaus reibungslos funktioniert.
Die Erkenntnis zum Ende der Übung: Im Ernstfall sieht es mit der Wasserversorgung schlecht aus, das die erforderlichen hohen Wassermengen nicht schnell bereitgestellt werden können. Basierend auf dieser Großübung werde nun ein Einsatzplan für das Gebäude erstellt.