Das Übungsszenario sah einen Kellerbrand mit starker Rauchentwicklung im Treppenhaus der Grundschule Höllstein vor. Vor dem Gebäude wurde folglich die Drehleiter ausgefahren, um Personen aus den Obergeschossen zu retten. Foto: Holger Schlicht

Bei der Abschlussübung der Feuerwehr Steinen-Höllstein wurde ein Einsatzszenario durchgespielt.

Zudem gab es 13 vermisste Personen im Keller, im Klassenzimmer des ersten Obergeschosses und in einem Lehrerzimmer des zweiten Obergeschosses.

 

Viele Zuschauer waren gekommen, um die Übung aus nächster Nähe verfolgen zu können. Die Sirenen, die laut Feuerwehrkommandant Walter Bachmann erneuert wurden, machten mächtig Lärm und ein paar Minuten später trafen der Löschzug und die anderen Einsatzfahrzeuge ein. Als erste Maßnahme übernahm die Abteilung Höllstein die Menschenrettung aus dem Klassenzimmer im 1. Obergeschoss mittels Steckleiter. Währenddessen wurden die Wasserschläuche an die Hydranten angeschlossen. Als weitere Maßnahme nahm sie im Bereich des Haupteingangs im Kellerbereich die Brandbekämpfung in Angriff.

Straßen wurden für die Übung gesperrt

Die Abteilung Steinen führte die Suche nach Personen im Treppenhaus durch, dabei kamen zwei Trupps mit Atemschutzausrüstung zum Einsatz. Ein weiterer Einsatztrupp mit Atemschutzausrüstung übernahm die Rettung der Personen im Kellerbereich. Die Drehleiter wurde vor dem Gebäude ausgefahren, um die Personen im zweiten Stockwerk zu retten. Gleichzeitig wurde die Lindenstraße gesperrt, damit keine Fahrzeuge den Einsatz stören oder gefährden konnten. Auch die Friedrichstraße und die Rathausstraße wurden abgesperrt.

Das GW-T Steinen (Gerätewagen Transport) richtete einen Sammelplatz für die Verletzten ein. Der ELW (Einsatzleitwagen) stellte die Kommunikation zur Leitstelle sicher und erstellte einen Lageplan. Mittlerweile wurde das Gebäude auch von außen und oben bespritzt, um ein Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Die Drehleiter stieg mit einem Mann im Korb über Dachhöhe und dieser bewässerte das Dach des Gebäudes, was vor allem die jungen Zuschauer staunend beobachten.

Übung unter täuschend echten Bedingungen

Als alle Personen gerettet waren, die Brände eingedämmt wurden und der unechte Rauch sich langsam auflöste, entspannte sich die Lage wieder. Die täuschend echt in Szene gesetzte Übung war erfolgreich und der Einsatzleiter Michael Lauer sehr zufrieden. Insgesamt waren laut Lauer neun Fahrzeuge und 50 Männer und Frauen im Einsatz.

Im Einsatz soll Routine da sein

Es wurden fünf Personen im Lehrerzimmer im zweiten Obergeschoss, vier Personen aus einem Klassenzimmer im ersten Stock und vier Personen im Keller gerettet. Natürlich sei eine solche Übung nicht mit einem echten Einsatz zu vergleichen, meinte Lauer, da es immer viele Unwägbarkeiten gäbe und jederzeit etwas Unvorhergesehenes passieren könnte. Aber dennoch sei es sehr wichtig, die Abläufe immer wieder zu üben, um eine gewisse Routine zu entwickeln und ein reibungsloses Hand-in-Hand-Arbeiten auch im Ernstfall zu gewährleisten, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung.