Die Rettung eines Verletzten verlief problemlos, nachdem dieser in den stark verrauchten Räumen gefunden wurde. Foto: Karlheinz Hoffmann

Eine Übung der Freiwilligen Feuerwehr Abteilung Neuhausen in einer Kindertagesstätte verlief nahezu reibungslos. Die Abteilungen Königsfeld und Weiler kamen unterstützend dazu. Die Kinder zeigten sich begeistert vom Einsatz der Feuerwehr.

Unter den Augen zahlreicher Gäste gab es in der Kindertagesstätte eine realistische Übung. Abteilungsleiter Felix Falb hatte als Szenario angenommen, dass in der Küche ein Brand entstanden war. Bei der Entdeckung waren die Kinder gleich in den angrenzenden Garten gebracht worden. Es entstand eine starke Rauchentwicklung. Eine Person wurde vermisst.

 

Falb, der den Einsatz als Gruppenführer auch leitete, erkundete erst die Sachlage. Hierbei stellte sich heraus , dass die Eingangstüre sich nicht öffnen lies, da sie gesichert ist und Alarm auslöst. Sofort reagierten er und seine Mannschaft – acht Mann und eine Frau der Abteilung Neuhausen waren vor Ort – und begaben sich auf die Rückseite des Gebäudes.

Von hier aus konnten die Atemschutzträger ins Innere gelangen. In der Zwischenzeit kamen auch die Abteilungen Königsfeld und Erdmannsweiler am Übungsobjekt an. Sie kamen mit neun Männern und Katrin Schwager, die auch als Gruppenführerin wirkte, um hier zu unterstützen. Aufgrund der enormen Rauchentwicklung war die Suche nach der vermissten Person nicht einfach.

Absprache unter Gruppenführern gelingt

Diese konnte jedoch schon bald gefunden werden und wurde nach ihrer Rettung dem DRK übergeben. Das DRK war mit drei Personen aus Königsfeld im Einsatz. In der Zwischenzeit wurden auch alle nötigen Wasserversorgungen aufgebaut. Gesamtkommandant Martin Ochs zeigte sich von der Übung beeindruckt.

Svenja Walter (links) und Timon Kammerer bilden den ersten Angriffstrupp, der unter Atemschutz in das Gebäude geht. Foto: Karlheinz Hoffmann

Die Übungsannahme war sehr realistisch. Auch gewisse Probleme – wie mit der Eingangstüre – wurden gut gelöst. Die Übung verlief sehr ruhig und keiner rannte umher. Sehr gut fand er auch die Absprache unter den beiden Gruppenführern. Insgesamt war es in seinen Augen eine schöne Probe.

Kita hat Potenzial zum Brandobjekt

Felix Falb fand, dass alle einen gute Arbeit vollbracht hätten. Die Zusammenarbeit mit den beiden anderen Abteilungen war bestens. Bürgermeister Fritz Link sprach von einer anspruchsvollen Übungsannahme. Die Kita hätte das Potenzial zu einem Brandobjekt. Er war auch beeindruckt wie alle eingebunden waren. Für die Kinder und Erzieherinnen war es sicherlich lehrreich, wie sie sich im Brandfall zu verhalten hätten. Er dankte allen für ihren Einsatz an diesem Nachmittag.

Kinder möchten nun auch Feuerwehrmann werden

Den Dankesworten schloss sich Ortsvorsteherin Sabine Schuh an. Das Schlusswort zur Übung hatte Martina Wolf, die Leiterin der Kindertagesstätte. Sie und ihre Mitarbeiterinnen waren sehr beeindruckt vom Ablauf und der Übung.

Der Hochleistungslüfter wird in Stellung gebracht, um das Gebäude vom Rauch zu befreien. Foto: Karlheinz Hoffmann

Für die Kinder war es sicherlich ein besonderes Erlebnis. Dies spiegelte sich auch in deren Aussagen wider: Alle wollten plötzlich Feuerwehrmänner werden.