Die Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Marschalkenzimmern fand zum ersten Mal rund um den Kindergarten statt. Für Erstaunen sorge auch ein Regenschirm.
Echtes Aprilwetter herrschte während der Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Marschalkenzimmern am vergangenen Wochenende.
Trotz Niederschlag und Wind waren einige Zuschauer zum neuen Dorfplatz gekommen, wo sich das Geschehen zum ersten Mal rund um den benachbarten Kindergarten abspielte.
Rauchmelder schlägt an
Für die Schau-Übung wurde angenommen, dass sich Vorschulkinder mit ihrer Erzieherin im Gebäude befinden. Zusammen wollte die Gruppe in dem Gebäude übernachten.
Doch plötzlich reagiert ein Rauchmelder im vorderen Eingangsbereich. Die Erzieherin alarmiert daraufhin die Feuerwehr und versucht, die Kinder ins Freie zu bringen. Das gelingt ihr allerdings nicht vollständig.
Atemschutzgeräteträger sind bereit
Die eintreffende örtliche Feuerwehr, die von den Abteilungen aus Weiden und Dornhan sowie vom DRK und Mitgliedern der örtlichen Jugendfeuerwehr unterstützt wird, muss in dem verqualmten Gebäude nach insgesamt sechs vermissten Personen suchen.
Nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte wird schnell die Wasserversorgung hergestellt und die Hauptstraße abgesichert. Die Atemschutzgeräteträger machen sich bereit, um nach den Vermissten zu suchen.
„Hervorragend geklappt“
Nach und nach werden alle Personen aus dem Gebäude geholt und dem Roten Kreuz übergeben. Das Gebäude wird von den Einsatzkräften entlüftet und vom Rauch befreit. Abteilungskommandant Gerhard Günther kommentierte die Übung per Lautsprecher und warb dabei auch für die Jugendfeuerwehr.
Er zeigte sich im Anschluss sehr zufrieden mit der Leistung, ebenso wie Einsatzleiter Jochen Fuentes und Stadtkommandant Frank Pfau. Trotz des relativ großen Gebäudes habe der Einsatz „hervorragend geklappt“, lobte der Stadtkommandant.
Ein kurioser Vorfall
Bürgermeister Markus Huber, der ebenso wie Ortsvorsteher Gerhard Röhner zur Übung gekommen war, freute sich über das große Interesse der Bevölkerung. Er hoffe, dass der Ernstfall nie eintrete. Dennoch sei es wichtig, dass die Abläufe geübt werden.
Ein etwas kurioser Vorfall spielte sich kurz vor dem Beginn der Übung ab. Aufgrund des stürmischen Wetters wurde ein bunter Regenschirm aus der Zuschauermenge erfasst und machte sich selbstständig.
Er wurde in die Luft gewirbelt und stieg dabei immer höher. Zuletzt war er kaum noch zu sehen. Ob der entflogene Schirm wohl in Hochmössingen, Fluorn-Winzeln oder gar in Rottweil gelandet ist?