Die Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Hardt fand im Gewerbegebiet Feurenmoos statt.
Angenommen hatte man einen Gebäudebrand in der neuen, großen Produktionshalle der Firma Flaig Magnetsysteme mit zwei vermissten Personen.
Zahlreiche Zuschauer mit Kindern hatten sich bei Sonnenschein vor den Gebäuden der örtlichen Firma eingefunden, um ihre Feuerwehr in einem Übungseinsatz zu erleben.
Kommandant Klaus Haberstroh kommentierte das Geschehen seiner Kameraden mit Einsatzleiter Manuel Hildbrand. Nach der Alarmierung um 14.30 Uhr traf das Löschfahrzeug 8/6 innerhalb kurzer Zeit vor der Halle im Feurenmoos ein.
Atemschutzträger bereit
Sogleich informierte sich vor der verrauchten Eingangstüre Gruppenführer Martin Hildbrand bei einem Mitarbeiter der Firma über den Brand in der Halle, und die Atemschutzträger machten sich bereit zu ihrem Einsatz.
Zwei Personen sollten sich im verrauchten Gebäude befinden und mussten gesucht werden. Inzwischen war auch das HLF 10 mit der Besatzung vor dem Betrieb eingetroffen. Mit vier Einsatzfahrzeugen, darunter der neue Rettungswagen, war auch die DRK-Ortsgruppe Hardt/Schramberg vor der Halle. Dort wurde nach dem Abstellen der Fahrzeuge sofort der Behandlungsplatz mit Überdachung, Tragen und Tisch aufgebaut.
In einem Ernstfall werde der Sanitätsplatz etwas abseits des Geschehens aufgebaut, erklärte DRK-Bereitschaftsleiterin Sabrina Kösling. Jetzt wurde die erste aus der Halle Gerettete den Sanitätskräften zur ersten Behandlung mit Sauerstoff übergeben. Da war es in der Hektik bei der Evakuierung der Halle zu einem Zusammenstoß mit zwei Staplern gekommen, bei dem ein Fahrer verletzt wurde und der andere unter Schock stand. Beiden Fahrern musste zuerst geholfen werden und sie wurden von den Wehrleuten den DRK-Helfern übergeben.
Zur Brandbekämpfung hatte die Feuerwehr die Wasserversorgung aufgebaut, die aber nicht zum Einsatz kam. Angesichts der neuen Hallenfassade deckte die Feuerwehr einen Fensterrahmen mit einer Decke ab, bevor die Steckleiter angesetzt wurde.
Verletzte Person gerettet
Die Rettungstrage wurde auf der Leiter hochgezogen, um eine verletzte Person sicher aus der Halle zu retten. Sie hatte Verbrennungen an den Unterarmen, weil sie versucht hatte das Feuer zu löschen.
Insgesamt mussten die Rettungskräfte vom DRK drei Personen mit Sauerstoff versorgen sowie die beiden Staplerfahrer.
Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und DRK-Sanitätern funktionierte gut, so dass die beiden Rettungsteams später im neuen DRK-Heim beim Gewerbegebiet erstmals gemeinsam feierten.