Bei den Vorführungen am Samstag zeigten die Feuerwehren auch, wie der Ablauf ist, wenn ein Brand gelöscht wird. Foto: Christoph Schennen

Feuerwehr-Jubiläum Rümmingen, zweiter Tag: Polizei und Rettungsdienstleister zeigten ihr Leistungsspektrum auf der Blaulichtmesse in der Gewerbestraße.

Am zweiten Tag des Jubiläums „150 Jahre Freiwillige Feuerwehr“ fand an der Gewerbestraße eine Blaulichtmesse statt. Rettungsdienstleister wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die Bergwacht Schwarzwald (Ortsgruppe Istein), die Werkfeuerwehr Evonik (Rheinfelden), die Polizei, das Technische Hilfswerk, die Malteser und die Rettungshundestaffel Oberrhein informierten die Bürger über ihre Aufgaben. Aus Lörrach kamen die Drehleiter und der Multicopter, dessen Lagebilder vom Festgelände auf einer Leinwand im Feuerwehrhaus zu sehen waren. Die IG Modellbau steuerte ihre Miniaturautos zu einem Brand, die an ihrer Front Düsen haben, aus denen sie Wasser spritzen können. Auch Mini-Feuerwehrmänner versuchten, mit ihrem Wasserrohr das Feuer zu löschen. Auch zahlreiche Vorführungen standen auf den Programm. Die Feuerwehr Rümmingen zeigte eine Übung, die Feuerwehrleute innerhalb von sieben Minuten bewältigen müssen, wenn sie das Leistungsabzeichen Bronze bekommen wollen. Sie zeigten, wie man eine Person aus einem brennenden Haus befreit.

 

Flächenhunde streifen durch Wälder

Die Feuerwehr Eimeldingen und das DRK Wollbach zeigten den Ablauf einer Unfallrettung, die Feuerwehr Wittlingen wie man einen Brand löscht. Die Rettungshundestaffel Oberrhein und die Malteser erklärten den Unterschied zwischen Flächen- und Trümmerhunden und Mantrailer-Hunden.

Alexandra Hauser von den Maltesern mit einem Rettungshund. Foto: Christoph Schennen

Ralf Moritz aus dem Vorderen Kandertal bildet zur Zeit seine Mischlings-Hündin Ira zum Mantrailer aus. Mantrailer-Hunde kommen hauptsächlich innerhalb von Ortschaften zum Einsatz, um vermisste Personen zu finden. „Die Polizei unterschätzt den Nutzen von Mantrailern“, sagt Moritz. Flächenhunde würden in Wäldern und Parks eingesetzt und hätten eine hohe Trefferquote.

Bergretterin klettert Gebäudewand herunter

Anders trainiert als die Hunde der Rettungsstaffel sind die Vierbeiner, die die Polizei im Einsatz hat. Der Polizist Benjamin Müller zeigte, wie ein Schäferhund eine aggressive Person angreifen kann. „Dieser Hund ist ein Hilfsmittel der körperlichen Gewalt“, erklärte Müller.

Senkrecht die Wand hoch: Das kann die Bergwacht. In einer Übung lässt sich eine Mitarbeiterin der Bergwacht Istein vom implenia Gebäude in der Gewerbestraße abseilen und führt einen Verletzten mit sich. Foto: Christoph Schennen

Gezeigt wurde auch, wie eine Person aus unwegsamem Gelände zum Notarztwagen transportiert wird. Das ist Aufgabe der Bergwacht. Die verletzte Person wurde auf eine Vakuummatratze in einen Bergesack gelegt. Weil es an der Gewerbestraße keinen hohen Berg gibt,seilte sich eine Bergwacht-Mitarbeiterin vom Dach des Implenia-Gebäudes ab, die verletzte Person mit sich führend. Sie wurde abgesichert durch die Absturz-Sicherungsgruppe Weil am Rhein.

Die Messebesucher durften sich auf ein Motorrad der Polizei und auf ein Fahrzeug der Bergwacht oder hinter das Steuer des Rettungsboots Neptun II der DLRG setzen. Sehr begehrt waren auch die kulinarischen Angebote der Feuerwehr. Am Abend lud die Feuerwehr Rümmingen zur Blaulichtparty ein.