Trotzdem die veranschlagten Kosten für das neue Gerätehaus der Feuerwehr Neuweilen in die Höhe schnellten, gibt es bei der Vergabe der Außenanlagen jetzt gute Nachrichten. Die Kosten für die Außenanlagen fallen deutlich niedriger aus als geplant.
Vor zwei Jahren zeigte sich der Gemeinderat schockiert, als die Kosten für das neue Feuerwehrgerätehaus um fast eine Million Euro in die Höhe stiegen. Anfangs wurden für den Neubau 2,7 Millionen Euro im Haushalt veranschlagt. Diese Summe wurde zwischenzeitlich um eine Million Euro nach oben korrigiert, was in den Reihen des Gemeinderats für Unmut sorgte.
Auch wurden die Baufortschritte kritisiert, die einigen Mitgliedern des Gremiums zu langsam voranschritten. Doch in der jüngsten Gemeinderatssitzung gab es erfreuliche Nachrichten – die trotzdem diskutiert wurden.
Es wurde über die Vergabe der Außenanlagen und der Schlosserarbeiten beraten. Für die Außenanlagen sowie die Asphaltflächen, Parkplätze und Terrassenarbeiten waren bis zum Submissionstermin am 7. Oktober drei Angebote eingegangen. Den Zuschlag erhielt die Firma Aichele Bau GmbH mit Sitz in Neuweiler.
Zwei Firmen aus der Gemeinde bekommen Zuschlag
Von der Architektengemeinschaft Röttger/Bucher Prokop, die sich für die Planung des Projekts verantwortlich zeigt, wurden 148 000 Euro für die Gewerke veranschlagt. Die ortsansässige Firma liegt mit ihrem Angebotspreis von 118 592,78 Euro also fast 30 000 Euro unter der veranschlagten Summe.
Bei den Schlosserarbeiten entschied man sich auch für eine Firma mit Sitz in Neuweiler. Die Firma Weber Metallbau reichte aus den zwei eingegangenen Angeboten das wirtschaftlichere ein. Es liegt mit 39 780,51 Euro brutto circa 20 200 Euro unter der Kostenfortschreibung der Architektengemeinschaft Röttgen/Bucher und Prokop.
Weiterhin werden zu hohe Kosten kritisiert
Trotzdem wurde von den Gemeinderäten kritisch nachgefragt. Reinhard Kussack merkte die korrigierte Kostenplanung auf 3,7 Millionen an und es trotzdem immer noch nicht zu reichen scheine. Außerdem vermisse er die Eigenleistung der Feuerwehrabteilung. Patrick Veyhl gefiel die Vorlage nicht und er bezeichnete diese als schlecht. Veyhl stellte in Frage, ob man 220 Quadratmeter versickerungsfähige Fläche brauche oder ob man nicht alles „durchasphaltieren“ könne. Auch die Anordnung der Parkplätze und die eingeplanten Grünflächen wurden in Frage gestellt. Gemeinderat Veyhl zog einen Vergleich mit Parkplätzen auf einem Supermarkt. Dort sei alles asphaltiert und die Parkplatzkennzeichnung aufgemalt.
Bürgermeister Martin Buchwald äußerte, man wolle auf der sicheren Seite bleiben und es machen lassen. Er bot an, nochmals Rücksprache mit den beteiligten Firmen zu halten und die angebrachten Punkte klären. Der Beschluss wurde mit zwei Gegenstimmen angenommen. Mittlerweile wurden die angebrachten Punkte geklärt und es gab laut Buchwald „ein paar kleine Veränderungen“. Die Anordnung der Parkplätze sei nicht mehr im Fischgrätenmuster und die Markierungen werden „aufgepinselt“. Wie sich das auf die Kosten auswirkt, könne man nicht sagen. Aber dass die Stadt bei den Gewerken nun fast 50 000 Euro spart, sei „definitiv was Positives“, so der Bürgermeister.