Wo einst das Hetal-Gebäude stand, entsteht das neue Feuerwehrhaus, das im Frühjahr 2027 fertig sein soll. (Archivfoto) Foto: Sonja Störzer

Alpirsbach bereitet sich auf das neue Feuerwehrhaus vor. Bis es tatsächlich fertig ist, gibt es noch einige Entscheidungen zu treffen.

Stadtbaumeister Rudolf Müller stellte in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Alpirsbach den Bauleitplan für das neue Feuerwehrhaus vor. Wie er darlegte, sei der ursprüngliche Plan fast zwei Meter lang und daher sehr unübersichtlich. Er ist zuversichtlich, dass das Richtfest bald gefeiert werden kann. Die Übergabe solle im Frühjahr 2027 erfolgen. Die Arbeiten liegen aktuell im Zeitplan.

 

Einige Gemeinderäte hatten am Dienstag gemeinsam mit Müller an einer Baustellenbegehung teilgenommen und sich vom Baufortschritt und der hohen Qualität der bisher geleisteten Arbeiten überzeugt. Die Elektroarbeiten haben begonnen, wobei die Verlegung sichtbar erfolge. Das habe laut Müller den Vorteil, dass Veränderungen schnell umgesetzt werden könnten.

Zwei Angebote eingegangen

Zu den Schlosserarbeiten am Übungsturm führte Müller aus, dass diese beschränkt ausgeschrieben wurden. Acht Firmen hatten sich die Ausschreibung abgeholt, nur zwei Angebote seien eingegangen. Das günstigste Angebot kam von einer Alpirsbacher Firma. Es lag 12 311 Euro unter der Kostenberechnung. Der Gemeinderat stimmte einstimmig für die Vergabe an diese Firma.

Wie Müller erklärte, habe sich der Technische Ausschuss schon im September mit der Fassadengestaltung des Feuerwehrhauses beschäftigt. Das Resultat: Das Gebäude soll eine Holzverkleidung bekommen. Weiter führte er aus, dass er sich wenige Tage zuvor mit einigen Gemeinderäten Holzfassaden von Gebäuden im Kreis Freudenstadt angesehen habe.

Alle 15 bis 20 Jahre neu streichen

Müller zeigte einige Muster aus Weißtanne, die sägerau in grauer Farbe lasiert waren. Diese Bretter werden in drei unterschiedlichen Deckbreiten verarbeitet. Mit dieser Bearbeitungsweise werde eine Dauerhaltbarkeit erreicht.

Ralph Kammer (UBL) fragte bezüglich der Unterhaltungskosten und ob es nötig sei, alle zehn Jahre neu zu streichen. Müller erwiderte, dass laut Fachleuten von 15 bis 20 Jahren ausgegangen werden kann. Reutins Ortsvorsteher Martin Guhl  sagte, er könne aus eigener Erfahrung berichten, dass von einer Haltbarkeit von mehr als 20 Jahren ausgegangen werden könne.

Holz aus dem eigenen Wald

Mit diesem Vorschlag hatten sich die Architekten befasst und mit Mehrkosten von 68 000 Euro kalkuliert. Um die Kosten zu verringern, sprach Müller von einer Wertschöpfungskette. Die Stadt hat eigenen Wald und könne das eigene Holz – also Weißtannen – nutzen, so sein Vorschlag. Auch der Forst sprach sich dafür aus und wolle unterstützen. Müller habe darüber schon mit Sägewerken gesprochen. Die Kosten für die Trocknung und Bearbeitung müssten zwar getragen werden, allerdings könnten circa 38 000 Euro eingespart werden.

Bürgermeisterin Vanessa Schmidt fand die Idee sehr gut. Auch viele Gemeinderäte äußerten sich positiv. Die abschließende Abstimmung ergab, dass alle Gemeinderäte für die Holzverkleidung waren.

Kosten einer neuen Drehleiter

Für die Feuerwehr soll zudem eine neue Drehleiter angeschafft werden. Von einem Büro wurde das Angebot für die Ausschreibung erarbeitet und vorgelegt. Es lag bei knapp 4000 Euro. Auf Grundlage von Erfahrungswerten dürften sich diese Leistungen aber in einem Bereich von 6000 bis 7000 Euro bewegen. Deshalb solle die Agentur bei einer neuen Ausschreibung sowie bei der Begleitung bei der Beschaffung unterstützen. Dem Beschlussvorschlag stimmten alle Gemeinderäte zu.