Mit der Realisierung des neuen Feuerwehrhauses in Alpirsbach auf dem Hetal-Gelände soll 2024 begonnen werden. (Archivfoto) Foto: Sonja Störzer

Mit dem neuen Feuerwehrhaus soll ein architektonisches Zeichen in Alpirsbach gesetzt werden. Viel Aufmerksamkeit erhält es bereits vor Baubeginn. Die Ausführungen des Stadtbaumeisters über Optik, Funktionalität und Kosten des Gebäudes stieß auf großes Interesse – besonders bei Feuerwehrmitgliedern.

Beinahe 50 Angehörige der Feuerwehr, darunter viele Jungfeuerwehrler, waren zur jüngsten Gemeinderatssitzung in Alpirsbach gekommen. Sie wollten hören, wie es mit dem geplanten Neubau des Feuerwehrhauses weitergeht.

 

Stadtbaumeister Rudolf Müller stellte den Planentwurf sowie die Kostenberechnung vor. Er zeigte sich stolz darüber, ein Konzept vorstellen zu können, mit dem ein Antrag auf Fachförderung und finanzielle Förderung gestellt werden kann. Mit der Realisierung soll noch dieses Jahr begonnen werden.

Den Übungsturm auf dem Gelände mit 14 Metern Höhe bezeichnete er als weithin sichtbares Zeichen, das den Sitz der Alpirsbacher Feuerwehr mit entsprechendem Schriftzug verdeutlichen soll. Müller stellte die geplanten Gebäudeteile sowie die verschiedenen Ansichten, Schnittpläne der Gebäude wie Werkstätten oder Lager und des Geländes vor. Bei der Planung seien sowohl die Feuerwehrangehörigen, die Architektin Carmen Feuchter sowie Kreisbrandmeister Frank Jahraus eingebunden gewesen.

Bodenfläche wird um 80 Zentimeter angehoben

Mit dem vorgesehenen Pultdach soll ein architektonisches Zeichen in Verbindung zum Stadtkern gesetzt werden. Die Bodenfläche werde aufgrund der Altlasten im Untergrund mit Abbruchmaterial um 80 Zentimeter angehoben und mit einer Bodenplatte versiegelt. Das sei mit dem Landratsamt abgeklärt.

Müller erklärte, dass die Hallen für die Feuerwehrfahrzeuge großzügig bemessen seien, um auch künftigen Fahrzeugen, die eventuell größer und höher sind, gerecht zu werden. Mit einer Wärmepumpe werde man den gesetzlichen Vorgaben bezüglich der Heizung gerecht. Auf der Dachfläche ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Diese wird nicht in die Finanzierung aufgenommen. Ein privater Investor soll die Anlage mit Kosten von circa 250 000 Euro bauen und mit der gewonnenen Energie die Stadt von Betriebskosten entlasten.

Kosten belaufen sich auf 7 266 938 Euro

Laut Müller handelt es sich um ein sehr technisches Gebäude mit hohen Anforderungen an die Elektrik. Die Kosten belaufen sich auf 7 266 938 Euro und seien angelehnt an den aktuellen Markt, so auch an das Feuerwehrhaus in Freudenstadt, das sich in der Ausschreibung befindet. Zu erkennen sei, dass sich die Handwerkerpreise nach unten bewegten. Die Vergabe erfolge nicht über einen Generalunternehmer. Es sollen Einzelgewerke ausgeschrieben werden.

Joachim Hermann (ZfA) bezeichnete das vorgestellte Projekt als sehr gelungen und wollte wissen, ob sich die Preise auf 2024 beziehen und wie die Kosten für den Abriss aussehen. Müller entgegnete, dass ein Großteil der Gewerke noch in diesem Jahr ausgeschrieben werden soll. „Wir wollen die derzeitige Marktlage nutzen, denn bei Ausschreibungen gibt es derzeit viele Angebote.“ Die Abbruchkosten würden über das Sanierungsgebiet abgerechnet.

Lob für den neuen Stadtbaumeister

Für Michael Fischer (Grüne) stellte sich die Frage, ob das Gebäude in Holzbauweise errichtet werden könnte. Da das Grundstück noch nicht Eigentum der Stadt ist, aber bereits eine Planung vorliegt und ein Baubeginn vorgesehen ist, bestehe ein Risiko bei der Umsetzung, warf er ein. Bürgermeister Michael Pfaff sagte, ein Beschluss liege vor, das Gelände zu kaufen. Nun gehe es nicht mehr um den Kauf des Grundstücks, sondern um die Förderanträge. Für die Förderung sei es wichtig, ein Kaufinteresse zu bekunden. Die Stadt werde beim Kauf anwaltlich vertreten. Dieser Anwalt werde das entsprechende Ergebnis erreichen, versprach Pfaff.

Clemens Steinberger (FWV) dankte vor allem dem Stadtbaumeister, der die Planung schnell und professionell vorangetrieben habe.

Pfaff stellte den Entwurf des Neubaus sowie den Antrag zur Fachförderung und den Ausgleichstock zur Abstimmung. Bei einer Enthaltung stimmte die Mehrheit des Gemeinderats dafür.