Ein Brand auf einem überdachten Balkon hat am späten Dienstagabend in Bisingen einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Die Ortsdurchfahrt war gesperrt.
Ein Brand auf einem überdachten Balkon eines Mehrfamilienhauses hatte am späten Dienstagabend einen größeren Feuerwehreinsatz in der Ortsdurchfahrt von Bisingen zur Folge.
Dichter, schwarzer Rauch stieg aus dem rückwärtigen Gebäudebereich auf und war weithin sichtbar. Die Ortsdurchfahrt musste während der Löscharbeiten vollständig gesperrt werden.
Die Feuerwehr wurde laut Einsatzleiter Marc Mayer mit dem Stichwort „unklarer Brand – Balkon“ alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand der nach hinten liegende Balkon bereits in Flammen. Zunächst war unklar, ob sich noch Personen im Gebäude befanden.
Der Einsatzleiter leitete umgehend umfangreiche Maßnahmen ein. Parallel zur Brandbekämpfung wurden zwei Trupps zur möglichen Personenrettung in das Gebäude entsandt. Zudem kam eine Drehleiter hinter dem Haus zum Einsatz, um den Brand von außen zu bekämpfen.
Auch Kettensägen kommen zum Einsatz
Der Löschzug Bisingen wurde von Kräften aus Grosselfingen und Thanheim unterstützt. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK und Polizei mit etwa 15 Fahrzeugen im Einsatz.
Aufgrund der Bauweise des Balkons mussten Teile der Konstruktion geöffnet werden, um Glutnester abzulöschen. Dabei wurden auch Dachbereiche beschädigt. Zur weiteren Öffnung der betroffenen Bauteile kamen Kettensägen zum Einsatz. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch unklar.
Bewohner kommt während der Löscharbeiten nach Hause
Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich keine Bewohner im Gebäude. Ein Anwohner, der während der Löscharbeiten eintraf, wurde vorsorglich vom Deutschen Roten Kreuz betreut. Das DRK war mit mehreren Fahrzeugen, darunter zwei Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug und einem ehrenamtlichen RTW, vor Ort. Auch Bürgermeister Roman Waizenegger machte sich an der Einsatzstelle ein Bild der Lage.
Verletzt wurde niemand. Der entstandene Sachschaden dürfte sich laut ersten Schätzungen auf rund 200.000 Euro belaufen. Da das Wohnhaus nicht mehr bewohnbar war, wurden die Bewohner durch den Ortsvorsteher in einer Notunterkunft untergebracht.
Zur bislang unbekannten Brandursache hat das Polizeirevier Hechingen die Ermittlungen aufgenommen, um die genauen Umstände des Brandes zu klären.