Die Freiwillige Feuerwehr Grosselfingen rückte während der Halbzeitpause aus, um eine Katze von einem Hausdach zu retten. Foto: Rebecca Gaiser

Wenn sich Haustiere in ausweglosen Situationen befinden, kann meist nur die Feuerwehr helfen. Auch während des EM-Spiels am Sonntag war die Freiwillige Feuerwehr sofort zur Stelle, um eine Katze von einem Kamin zu retten.

Eine ganze Weile saß sie hilflos auf einem Kamin, dann konnte sie von der Feuerwehr gerettet werden: Eine Katze hatte sich während des EM-Spiels am Sonntagabend auf ein Dach in der Grosselfinger Bruderschaftsstraße verirrt – und die Feuerwehr zeigte sich auch während des sportlichen Großereignisses einsatzbereit.

 

Besitzer benachrichtigt Feuerwehrmann

Wahrscheinlich sei das Tier über das Vordach im hinteren Bereich des Hauses auf den Kamin gelangt, so Rainer Knoll, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Grosselfingen. Er berichtet, dass der besorgte Katzenbesitzer einen Feuerwehrmann aus dem Haus gegenüber angesprochen und dieser dann weitere Kollegen alarmiert hatte.

Feuerwehr rückte mit zwei Fahrzeugen an

Pünktlich zur Halbzeit des EM-Spiels Deutschland gegen die Schweiz rückten die Helfer mit einem Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Grosselfingen und dem Drehleiterfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Bisingen an, um die Katze vom Dach zu holen.

Einsätze wie diese sind keineswegs eine Seltenheit: Tierrettungen kämen bei der Grosselfinger Feuerwehr häufiger vor, berichtet Rainer Knoll. Oft seien es Katzen, die sich auf Bäume verirrt hätten. Besonders im Gedächtnis geblieben sei ihm allerdings ein Hund, der aus einem Rohr herausgeholt werden musste.

Lebensbedrohlich oder nicht?

Für die Besitzer seien die verirrten Hunde und Katzen wie Familienmitglieder. Da sei die Freude dann groß, wenn das Tier wieder in Sicherheit sei, erzählt Rainer Knoll.

Meistens jedoch handelt es sich nicht um für die Haustiere lebensbedrohliche Situationen. In einem solchen Fall koste so eine Rettung durch die Feuerwehr auch etwas.

Katze auf Telefonmast wurde von Raben angegriffen

Einmal aber habe Rainer Knoll mit seinen Kollegen eine Katze gerettet, die senkrecht auf einen Telefonmasten geklettert war und nicht mehr herunterkam. Da sie bereits von Raben angegriffen wurde, sollte ihr so schnell wie möglich geholfen werden – in dieser Situation selbstverständlich kostenlos.

Feuerwehr vermittelt Notdienst

Doch was, wenn sich das Tier bei seinem Ausflug verletzt hat? Rainer Knoll klärt auf: Normalerweise sei es unter diesen Umständen der Besitzer, der seinen Liebling zum Tierarzt bringe. Wenn es allerdings keinen Besitzer gibt oder dieser nicht auffindbar ist, sei es auch möglich, dass die Feuerwehr-Leitstelle einen Notdienst vermittle. Andernfalls könnte ein Tierarzt auch über den Tierschutzbund oder ein Tierheim gefunden werden. Das sei ihm bisher aber noch nicht vorgekommen, so Rainer Knoll.

Gerettete Katze ist wohlauf

Bei der Tierrettung am Sonntagabend ist aber nochmal alles gut gegangen.