Auf dem Hauptfriedhof wurde erstmals ein Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt und entfernt (Archivfoto). Foto: Kristoff Meller

Da sich das Nest in rund 15 Metern Höhe befand, war auch die Drehleiter im Einsatz.

Das teilt die Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite mit.

 

Zuvor war das Nest der Wehr über das Regierungspräsidium Freiburg gemeldet worden, heißt es.

In 15 Metern Höhe

Da sich das Nest in rund 15 Metern Höhe befand, war auch die Drehleiter im Einsatz. Nach rund eineinhalb Stunden konnte der Einsatz abgeschlossen werden.

Zu Dokumentations- und Ausbildungszwecken wurde die Entfernung des Hornissennests durch den Multikopter der Feuerwehr aufgezeichnet, so die Mitteilung

Erstes Nest

Im Stadtgebiet sei es das erste Nest der Asiatischen Hornisse gewesen, das durch die Feuerwehr entfernt werden musste. Sechs hauptamtliche Mitarbeiter der Wehr sind ausgebildete Wespen- und Hornissenfachberater.

Heimische Biene gefährdet

Da es sich bei der Asiatischen Hornisse um eine invasive Art handle, die insbesondere heimische Bienenvölker gefährde, würden diese Nester aktuell immer vernichtet, erklärt die Feuerwehr. Sie betont weiter: „Bei heimischen Hornissen oder Wespenarten wird immer ein gemeinsamer Weg von Mensch und Tier bevorzugt.“

Die Feuerwehr Lörrach werde in solchen Fällen ausschließlich im Ortsgebiet sowie in Inzlingen tätig. Ausnahmen bildeten begründete Fälle, etwa bei der Konsultation von Fachberatern für Feuerwehren oder bei Gefahr in Verzug.

Die Asiatische Hornisse

In einem Online-Beitrag vom Mai 2023 informieren das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg sowie die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg über die Asiatische Hornisse: „Sie wurde erstmals im Jahr 2004 im Süden von Frankreich in Europa nachgewiesen. Von dort hat sich die Art rasant über ganz Frankreich und Teile angrenzender Länder ausgebreitet. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen geht diese Invasion auf eine befruchtete Königin zurück, die vermutlich mit einer Warenlieferung aus ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet in Asien eingeschleppt wurde.“

Und weiter: „Im Vergleich zu unserer heimischen und geschützten Europäischen Hornisse sind die Völker der Asiatischen Hornisse bedeutend größer. Ein zweites Nest, das Asiatische Hornissen im Sommer bauen, kann einen Durchmesser von bis zu einem Meter erreichen und bis zu 2000 Arbeiterinnen und 500 Geschlechtstiere beherbergen. Häufig hängt dieses kugelförmige sogenannte Sekundärnest hoch oben in Baumkronen und wird nicht oder erst nach dem Laubfall entdeckt. Für die Larvenaufzucht benötigen Asiatische Hornissen proteinhaltige Beute, die im Spätsommer und Frühherbst zu einem Großteil aus Honigbienen bestehen kann. Imker verfolgen deshalb die Ausbreitung mit Sorge. Welche Auswirkungen diese Hornisse auf heimische Arten wie etwa Wildbienen hat, ist noch nicht bekannt.“

Die Lage in der Region

Wie unsere Zeitung im Juni vergangenen Jahres berichtete, breite sich die Asiatische Hornisse auch in der Nordwestschweiz weiter aus. „Aus der Westschweiz ist sie bereits in den Kanton Basel-Landschaft vorgedrungen. Das ist deshalb problematisch, weil sie für die Fütterung ihrer Larven vor allem einheimische Honigbienen, Wildbienen und Wespen jagt“, heißt es in einer Mitteilung der Bau- und Umweltschutzdirektion im Kanton Basel-Landschaft.

Dem Menschen gegenüber verhalte sie sich grundsätzlich nicht aggressiv. Sie sei nicht gefährlicher als die geschützte, einheimische Hornisse, heißt es. Sie verteidige jedoch ihr Nest: „Eine Jagd auf sie sollte deshalb unbedingt unterlassen werden. Die Entfernung von Nestern gehört ausschließlich in die Hände von geschulten Fachpersonen“, wird betont.

Die Verwechslungsgefahr

Der NABU erklärt auf seiner Homepage: „Die Asiatische Hornisse ist nicht die Asiatische Riesenhornisse. Bei der nach Europa eingeschleppten Hornisse „Vespa velutina“ handelt es nicht um die Riesenhornisse (Vespa mandarinia), die seit 2020 in den USA als „Honigbienenkillerin“ und gelegentlich (bei allergischen Reaktionen) auch für den Menschen gefährliche Art Schlagzeilen macht. Die Riesenhornisse Vespa mandarinia kommt in Deutschland nicht vor.“

https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/asiatische-hornisse