Kreisbrandmeister Florian Vetter (links) und Bürgermeister Gallus Strobel (rechts) überreichen den Fahrzeugschlüssel an den Nußbacher Abteilungskommandanten Patrick Hettich. Foto: Kommert

Feuerwehr: Abteilung weiht Fahrzeug und umgebaute Halle ein / Mannschaft investiert unzählige Arbeitsstunden

Triberg-Nußbach. Doppelten Grund zur Freude gab es bei der Abteilung Nußbach der Feuerwehr Triberg: Endlich fertiggestellt ist bis auf die Außenanlage das Gerätehaus, dazu konnte die Abteilung um Kommandant Patrick Hettich einen neuen Mannschaftstransportwagen in Dienst stellen.

Gekommen waren neben vielen Nußbacher Feuerwehrkameraden auch Besucher der anderen Triberger Abteilungen sowie etliche Abordnungen von Feuerwehren der Umgebung, dazu sogar Kreisbrandmeister Florian Vetter. Auch viele Mitglieder des Ortschaftsrats mit Ortsvorsteher Heinz Hettich und des Gemeinderats Triberg, allen voran Bürgermeister Gallus Strobel, waren gekommen; auch die Triberger Geistlichen mit Pfarrer Andreas Treuer, Pfarrer Markus Ockert und der Vorsteher der Neuapostolischen Kirche Triberg, Thomas Peter – sie waren zur Segnung der neuen Halle und des neuen Fahrzeugs anwesend und sprachen dazu Gebete auch für die Feuerwehr insgesamt.

Es sei ein schöner Moment für die Abteilung Nußbach, betonte Abteilungskommandant Patrick Hettich. Die Nußbacher Wehr sei im Landkreis wohl die erste, die einen MAN TGE Mannschaftstransportwagen bekommen habe – der Preis liege mit rund 80 000 Euro zwar relativ hoch, doch man habe ein komplettes Fahrzeug mit Allradantrieb erhalten. Zudem sei das wohl voraussichtlich der letzte Mannschaftstransportwagen, der mit Zuschuss aus Landesmitteln finanziert wurde, wofür sich speziell auch der Kreisbrandmeister stark gemacht habe. Zusätzlich sei auch der Umbau des Gerätehauses gefördert worden. Dieser sei nötig geworden, da die heutigen Fahrzeuge immer länger würden und somit zwei hintereinander wie bisher nicht mehr Platz gehabt hätten – zudem seien die Platzverhältnisse sowieso eher mager, und seit buchstäblich Jahrzehnten sei das Dach undicht gewesen.

Da der Um- und Anbau seitens der Stadt trotz der Zuschüsse eigentlich nicht stemmbar gewesen sei, habe die Mannschaft selbst zugelangt – mit rund 5246 geleisteten Arbeitsstunden nach Feierabend und an Samstagen habe man beinahe Übermenschliches geleistet, war auch der Bürgermeister überzeugt – und es werden weitere folgen, da es an der Außenanlage noch einiges zu tun gebe. Speziell erwähnte Hettich dabei "Hausmeister" Holger Losch, der allein 1148 Stunden gearbeitet habe, um das rundum gelungene, neue Feuerwehrgerätehaus entstehen zu lassen. Als Stadt habe man Antworten gegeben, räumte Bürgermeister Gallus Strobel ein. "Wir haben weitere Wünsche – da bin ich aber sicher, dass das klappen wird, denn mit dem Kreisbrandmeister läuft die Zusammenarbeit vorzüglich", sagte er schmunzelnd. Nußbach-typisch sei der phänomenale Zusammenhalt bei den vielen ehrenamtlichen Stunden – das seien tolle Leute. "Ihr habt es verdient", freute er sich.

Menschen und Material zu segnen sei wichtig, betonten die Geistlichen, denn schließlich sollen diese die vernichtende Kraft des Feuers abwehren. Kreisbrandmeister Florian Vetter gratulierte zur schmucken Unterkunft für ein ebenso schmuckes Fahrzeug. Auf kommende Projekte warte er gespannt. Gesamtkommandant Jens Wallishauser meinte, die Leistungen im Ehrenamt seien nicht hoch genug einzuschätzen, dabei hätte aber Nußbach wie auch Gremmelsbach den Vorteil, noch reichlich Handwerker in der Wehr zu haben.

Der Gremmelsbacher Abteilungskommandant Thomas Weisser sprach von einem angekündigten Paukenschlag. Bei der Feuerwehr müsse oftmals nach der Devise gehandelt werden, "tu es", denn es zähle nicht groß oder klein, sondern besser schnell als langsam. "Schlichtweg der Wahnsinn" seien die vielen geleisteten Stunden, vermeldete Sonja Schätzle für die Vereine des Ortsteils. Ohne tolle Kameradschaft und Zusammenhalt sei so etwas nicht möglich. Am Ende überreichte Bürgermeister Strobel gemeinsam mit Kreisbrandmeister Vetter den Fahrzeugschlüssel an den Abteilungskommandanten, bevor es einen kleinen Imbiss gab.

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