Bei 3331 geleisteten Einsatzstunden hat die Oberndorfer Kernstadtwehr 2025 zahlreiche Menschenleben gerettet.
Als sehr gut aufgestellte Truppe präsentierte sich die Kernstadtwehr bei der Hauptversammlung im Feuerwehrhaus. Stadtbrandmeister und Abteilungskommandant Manuel Suhr erinnerte in seinem Bericht an den 2025 verstorbenen Kameraden Dieter Flügge, der als Stadtbrandmeister und Ehrenkommandant lange Jahre die Oberndorfer Wehr geprägt hatte.
Suhr führte zudem aus, dass ihn – bei all den negativen Ereignissen auf der Welt – der Zusammenhalt und die gemeinsame Schaffenskraft bei der Feuerwehr positiv stimme. Er berichtete zudem von einem zufriedenstellenden Personalstand. In der Einsatzabteilung sind derzeit 54, in der Altersabteilung 13 Kameraden aktiv. 20 Mädchen und Jungen gehören der Jugendabteilung an.
174 Einsätze insgesamt
2025 wurde die Kernstadtwehr zu 174 Einsätzen alarmiert, davon waren 15 Überlandhilfeeinsätze. Durch schnelles Eingreifen habe man bei 3331 geleisteten Einsatzstunden zahlreiche Menschenleben gerettet und deren Hab und Gut vor größeren Schäden bewahrt.
Suhr erinnerte an mehrere Großbrände und an den Tanklastzugbrand auf der A 81. Einsätze wie diese zeigten, dass, um den steigenden Anforderungen gerecht werden zu können, immer mehr Lehrgänge zu absolvieren seien. Dem sei man 2025 auch nachgekommen und habe großen Wert auf Fortbildungsmaßnahmen gelegt. Auch die Übungsbeteiligung lobte Suhr. 17 Kameraden hatten dabei an allen Übungsdiensten teilgenommen.
Der Stadtbrandmeister vergaß auch nicht, die Investitionen in die Sicherheit durch zahlreiche Neu- und Ersatzbeschaffungen zu erwähnen, und bedankte sich bei Bürgermeister Matthias Winter und dem Gemeinderat für das Vertrauen und die Unterstützung.
Suhr ging zudem auf Veranstaltungen ein, mit denen die Feuerwehr das Gemeinleben im Städtle bereichert hatte. Er erinnerte beispielsweise an das Feuerbratenessen, die Fasnet und das Maibaumstellen.
Bürgermeister Matthias Winter bedankte sich bei den Floriansjüngern für ihr großes Engagement – über die 3331 geleisteten Einsatzstunden hinaus. Er sprach von einer respektablen Leistung und einer großen Bandbreite der Einsätze, die von Bränden über Hilfeleistungen bis hin zur Unterstützung bei der defekten Hauptwasserleitung im Tal gereicht hätten.
20 Nachwuchskräfte
Jugendleiter Matthias Altenburger berichtete von einem ereignisreichen Jahr der Jugendfeuerwehr. Bei 22 Übungsdiensten wurde den acht Mädchen und zwölf Jungen viel feuerwehrtechnische Wissen vermittelt, und auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. Eine Bildersuchfahrt und das Zeltlager in Horgen waren ebenso wie der Besuch bei der Berufsfeuerwehr Bad Cannstatt und beim VfB die Highlights im vergangenen Jahr.
Bei den Wahlen wurden Abteilungskommandant Manuel Suhr, sein Stellvertreter Daniel Pineda und das Ausschussmitglied Tobias Wilhelm in ihren Ämtern bestätigt. Für den ausgeschiedenen Hans-Jörg Iseler wurde Florian Gühring in den Ausschuss gewählt.
Mit dem Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ schloss Manuel Suhr die Versammlung und lud zu einem gemeinsamen Essen ein, bei dem man noch einige Zeit zusammensaß, um sich auszutauschen.