Bei der Hauptversammlung der Simmersfelder Feuerwehr ehrten Cetiz Karanci (links) und Jürgen Waidelich (zweiter von rechts) mit Michael Lutz und Wolfgang Bruder zwei langjährige Aktive. Beglückwünscht wurden sie (rechts außen) vom Abteilungsleiter aus Aichhalden-Oberweiler Daniel Lampart. Foto: Manfred Köncke

Mit 92 Aktiven, 29 Jugendlichen und 16 Mann in der Altersabteilung ist die Simmersfelder Feuerwehr personell gut aufgestellt. Bei der Hauptversammlung im Kursaal wurden Michael Lutz für 25 Jahre und Wolfgang Bruder für 40-jährige Dienstzeit geehrt.

38 Mitglieder zählt die Abteilung in Simmersfeld, 22 kommen aus Aichhalden-Oberweiler, ebenso viele aus Fünfbronn und neun aus Beuren. Gegenüber 2023 ist das ein Rückgang um zwei Floriansjünger, dafür hat die Jugendfeuerwehr von 21 auf 29 zugenommen - darunter zehn Mädchen.

 

Das Durchschnittsalter der Aktiven ist von 41 auf 39 Jahre gesunken - besonders deutlich, laut Statistik, in Beuren von 54 auf 42.

Im zurückliegenden Jahr wurden 19 Einsätze gefahren. Das Spektrum reicht von vier Klein- und einem mittelschweren Brand bis zu technischen Hilfeleistungen, der Beseitigung von Unwetterschäden und Öl auf den Straßen bis zur Rettung von Personen aus lebensbedrohlichen Situationen. Bei einem Verkehrsunfall mit einem Schulbus erlag die junge Fahrerin ihren schweren Verletzungen. Es gab mehrere Fehlalarme.

Fort- und Weiterbildung

Auf die Fort- und Weiterbildung legt Kommandant Jürgen Waidelich großen Wert. Eine Gruppe hat sich der Herausforderung im Altensteiger Brandcontainer gestellt und eine andere am Leistungsabzeichen-Wettbewerb teilgenommen. Von 92 Aktiven sind inzwischen 66 im Besitz eines solchen Qualitätsnachweises. Weil noch „Luft nach oben ist“ hofft der 49-jährige Feuerwehrchef, dass auch für den nächsten Wettbewerb in Ebhausen eine Mannschaft gestellt werden kann. Die Zahl der Träger von Atemschutzgeräten sollte erhöht werden.

Nachdem Günther Ohngemach bei der Alterswehr das Amt des Obmanns abgegeben hat, sind Fritz Waidelich und Walter Frey neue Ansprechpartner. Ein dickes Lob erntete bei der Hauptversammlung das Team der Jugendbetreuer unter Leitung von Martin Großhans. Schriftführer Michael Erhardt verlas Protokolle. Dass im letzten Jahr mehr Geld ausgegeben als eingenommen wurde, ging aus der Bilanz von Kassierer Mario Roller hervor (weshalb die Getränke bei der Hauptversammlung selber bezahlt werden mussten).

Bürgermeister Jochen Stoll beantragte die einstimmig erfolgte Entlastung der Führungsmannschaft und bescheinigte der Wehr, sehr gute Arbeit zu leisten. Anschließend berichteten die Abteilungsleiter aus Simmersfeld, Fünfbronn, Beuren und Aichhalden-Oberweiler über Einsätze, Übungen, Ausflüge, Festumzüge und gaben einen kurzen Ausblick auf weitere Veranstaltungen.

Lob für die Jugendfeuerwehr

Das Lob des Kommandanten für die Jugendfeuerwehr erwies sich als gerechtfertigt. Die Fülle an Veranstaltungen reichte von 17 Übungen über Sternfahrten nach Egenhausen, Beteiligung am Blaulichttag in Altensteig bis zum Kinderferienprogramm und dem Ausflug nach München. Begrüßen würde Großhans, wenn der Nachwuchs in den jeweiligen Abteilungen einen Ansprechpartner aus den Reihen der Aktiven hätte. Auch im neuen Jahr seien zahlreiche Veranstaltungen geplant, besonders die Ausrichtung des Kreisjugendfeuerwehrzeltlagers vom 11. bis 14. Juni in Fünfbronn.

Befördert und geehrt

Neu aufgenommen und mit einem Handschlag von Waidelich willkommen geheißen wurde Janine Theurer. Befördert hat man Florian Wurster zum Hauptfeuerwehrmann sowie Mario Roller zum Löschmeister. Seit 25 Jahren gehört Hauptfeuerwehrmann Michael Lutz der Abteilung Aichhalden-Oberweiler an und seit 40 Jahren Hauptlöschmeister Wolfgang Bruder aus dem gleichen Ort. Für den langjährigen Einsatz wurden sie mit der Feuerwehrehrennadel in Silber, beziehungsweise Gold ausgezeichnet und erhielten als Geschenk ein Weinpräsent und einen Liegestuhl.

In Vertretung des Kreisfeuerwehr-Verbandsvorsitzenden Markus Fritsch berichtete Cetiz Karanci über den Umzug des Feuerwehrzentrums von Calmbach nach Neubulach im dritten Quartal dieses Jahres und der Eröffnung im Januar 2026, über die „gut laufende“ Werbekampagne Feuerwehr 112 und dass beschlossen wurde, in Zukunft auch Alterswehren mit Medaillen in Gold, Silber und Bronze auszuzeichnen.