Die Abteilung Zell der Freiwilligen Feuerwehr hat zur Abteilungsversammlung eingeladen. Foto: zVg/Giuseppe Gazzana

Bei der Abteilungsversammlung der Feuerwehr Abteilung Zell zog Abteilungskommandant Thomas Philipp eine positive Bilanz für das Jahr 2025.

Neben der Bestätigung der Abteilungsführung standen technische Herausforderungen, eine intensive Ausbildungsoffensive und der Dialog mit der Politik im Fokus der Versammlung.

 

Rückblick

Die Abteilung Zell leistete im vergangenen Jahr insgesamt 68 Einsätze. Das Spektrum reichte von Routineaufgaben bis hin zu schweren Verkehrsunfällen, die den Einsatzkräften technisches Geschick und hohe Konzentration abverlangten.

Drehleiter als Lebensretter und Sorgenkind

Ein zentraler Pfeiler der Einsatzfähigkeit war erneut die Drehleiter (DLK), die 25 Mal gefordert war. Neun Personen konnten über die Leiter gerettet werden, zudem wurden vier Brände direkt über das Fahrzeug bekämpft. Trotz dieser Erfolgsbilanz bleibt die DLK das „Sorgenkind“ der Wehr: Aufgrund der hohen Frequentierung und des zunehmenden Alters steigen die Anforderungen an Wartung und Zuverlässigkeit stetig.

Die Einsätze im Überblick: 29 Technische Hilfeleistungen (inklusive schwerer Verkehrsunfälle), elf Brandeinsätze, neun Rettungseinsätze sowie neun Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen. Ferner zählte die Wehr acht sonstige Einsätze sowie Tierrettungen. Um die Professionalität dauerhaft zu sichern, wurde massiv in die Ausbildung investiert. Neben 27 Zugübungen lag ein Schwerpunkt auf der Führungskräftefortbildung sowie spezialisierten Trainings für Atemschutzgeräteträger, Maschinisten und die Absturzsicherungsgruppe.

Fokus auf Ausbildung und Prävention

Gut angenommen wurde das im vergangenen Jahr angebotene Feuerlöschtraining für die Bevölkerung.

Wahlen

Die Versammlung setzte auf personelle Kontinuität: Thomas Philipp wurde als Abteilungskommandant in seinem Amt bestätigt, ebenso wie sein Stellvertreter Giuseppe Gazzana. Letzterer wurde zudem bereits im Vorfeld durch Kommandant Thomas Roth zum Pressesprecher der Feuerwehr Zell bestellt.

Die Kassenführung durch Jonas Bähr (vorgetragen durch Thomas Philipp) wurde von der Versammlung einstimmig entlastet.

Ausblick

In seinem Schlusswort dankte Philipp den Führungskräften, Ausbildern sowie der Jugend- und Kinderfeuerwehr. Gleichzeitig richtete er eine Einladung an den Gemeinderat: „Wir begrüßen den Dialog ausdrücklich. Die Politik ist eingeladen, sich bei unseren Übungen ein eigenes Bild von unserer Leistungsfähigkeit und unseren Bedürfnissen zu machen.“ Die Vorbereitungen für ein großes Doppeljubiläum im Jahr 2027 sind angelaufen: Die Feuerwehr Zell feiert ihr 175-jähriges Bestehen und die Jugendfeuerwehr wird 50 Jahre alt.

Kinderfeuerwehr

Wie Gruppenleiter Peter Seider berichtete, verbindet die Abteilung erfolgreich Spiel, Spaß und Brandschutzerziehung für die jüngsten Retter. Mit aktuell 27 Kindern im Alter von sechs bis zehn Jahren verzeichnet die Gruppe einen stabilen Höchststand. Alle 14 Tage treffen sich die Nachwuchskräfte im Feuerwehrhaus Zell, um spielerisch die Grundlagen des Feuerwehrwesens zu erlernen. Dass die Nachwuchsarbeit Früchte trägt, zeigt das Beispiel von Pascal Waßmer: Er trat mit sechs Jahren in die Kindergruppe ein und rückte kürzlich – unmittelbar nach seinem 18. Geburtstag – zu seinem ersten Brandeinsatz mit der aktiven Wehr aus.