Große Freude herrscht bei der Wolterdinger Feuerwehr mit Abteilungskommandant Markus Kromer und den Kindern der Wehrleute nach der Übergabe des neuen HLF 10 und der Segnung durch Kooperator-Pfarrer Markus Ramminger. Foto: Anita Reichart

Groß war die Freude bei der Wolterdinger Feuerwehr über das neue Fahrzeug. Stadtkommandant Gerd Wimmer bezeichnete die Übergabe als historisch.

Nach langem Warten feierte die Feuerwehrabteilung Wolterdingen die offizielle Übergabe ihres neuen Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugs. Der historische Moment wurde mit einem Festakt begangen, zu dem zahlreiche Gäste kamen.

 

„Es fühlt sich an wie Weihnachten. Endlich kann uns das neue Hilfeleistungslöschgruppen-Fahrzeug (HFL 10) offiziell übergeben werden“, freute sich Feuerwehrabteilungskommandant Markus Kromer. Er begrüßte mit glänzenden Augen gut 100 Gäste vor dem Feuerwehrgerätehaus.

An dem Festakt nahm auch eine Gruppe Kinder der Feuerwehrmänner teil. Sie trugen eigens für diesen Anlass angefertigte T-Shirts, mit dem Aufdruck „Mein Held trägt Feuerwehrstiefel. Ich nenne ihn Papa.“ Auch Abordnungen der umliegenden Wehren waren vor Ort zu sehen. Umrahmt wurde die Feier von der heimischen Musikkapelle.

Technischer sehr hoher Stand

Oberbürgermeister Erik Pauly gratulierte der „schlagkräftigen Wehr“ aus dem größten Donaueschinger Stadtteil zu ihrem Fahrzeug auf technisch sehr hohem Stand, mit dem die 43 Männer und eine Feuerwehrfrau schon kräftig geübt haben. Sie bräuchten das beste Material, um ihre Feuerwehrarbeit zu leisten. „Das beste Material bringt allerdings nichts, wenn es nicht die Ehrenamtlichen gibt“, betonte er. „Gott sei dank passt das Fahrzeug in das Gerätehaus“, fügte er mit einem Lachen auf dem Gesicht an.

Ortsvorsteherin Angela Giesin zeigte sich voller Stolz über die „super Truppe“ und hoffte, einmal mit dem neuen Fahrzeug fahren zu dürfen. Es sei eine große Wertschätzung für die Wolterdinger Wehr, sagte Kreisbrandmeister Florian Vetter. Stadtkommandant Gerd Wimmer sah im HLF 10 ein Fahrzeug, das nur Vorteile habe und genau dem Bedarf entspreche. Den Tag der Übergabe bezeichnete er als historisch. Die Beschaffung des Fahrzeugs sei nicht einfach gewesen, so Wimmer. Der Grund war, dass die Abteilungen Wolterdingen und Pfohren sowie die Feuerwehr Mönchweiler die gleichen Voraussetzungen für den Erhalt eines neuen Fahrzeugs erfüllten.

Keine Standardbeschaffung

Nach Rücksprache mit den Kommunen und dem Kreisbrandmeister sei eine gemeinsame Beschaffung ermöglicht worden, erklärte der Stadtkommandant. Im ersten Bedarfsplan der Feuerwehr Donaueschingen sei eine Ersatzbeschaffung für das LF 8 noch im Jahr 2019 vorgesehen gewesen. Es sollte der Folgetyp LF 10 erworben werden. Aufgrund der Umstrukturierung und des zusätzlichen Aufgabengebiets der Abteilung Wolterdingen im Ausrückbereich West einigte man sich schließlich auf das Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug 10.

„Bei einem Auftragsvolumen für die drei Fahrzeuge von rund 1,5 Millionen Euro kann nicht von einer Standartbeschaffung gesprochen werden“, so Wimmer weiter. Die Fahrzeuge für die Abteilung Pfohren und die Feuerwehr Mönchweiler sollen laut dem Stadtkommandanten im Frühjahr 2025 ausgeliefert werden.

Faktoren für Einsätze

Feuerwehrarbeit
Den Einsatzerfolg einer Feuerwehr sichere nicht allein die Nutzung eines modernen Feuerwehrfahrzeugs, erklärte der Donaueschinger Stadtkommandant Gerd Wimmer beim Festakt in Wolterdingen. Notwendig sei vielmehr ein richtiges Zusammenspiel aus Mannschaft, Gerät und Taktik. Dies seien die entscheidenden Faktoren für eine erfolgreiche Feuerwehrarbeit.