Für herausragendes Engagement wurde der Gesamtkommandant der Feuerwehr Vöhringen mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze geehrt.
Kreisbrandmeister Philipp Glunz hatte bei seinem ersten Besuch der Gesamtwehr Vöhringen eine hochkarätige Ehrung im Auftrag des Kreisfeuerwehrverbandes zur Hauptversammlung mitgebracht.
Unter stehendem Applaus zeichnete er den scheidenden Gesamtkommandanten Michael Keck aus Wittershausen mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze aus.
Auszeichnung des Verbands
Er habe die Abteilungen Vöhringen und Wittershausen entscheidend geprägt und sei ein Vorbild in Sachen Einsatzbereitschaft und Engagement. Die Auszeichnung wird vom Deutschen Feuerwehrverband mit Sitz in Berlin auf Antrag über den zuständigen Landesverband unter anderem für hervorragende Verdienste im Feuerwehrwesen verliehen.
Eine weitere Überraschung gab Bürgermeister Stefan Hammer preis. Mit der Beförderung von Michael Keck zum Hauptbrandmeister rückwirkend zum 1. März verband er den Dank der Gemeinde an einen verlässlichen Partner für Verwaltung, Gemeinderat und Feuerwehrgremien.
In der Laudatio ging Hammer auf die herausragende fachliche und persönliche Eignung von Michael Keck als Führungskraft ein und blickte auf dessen Werdegang seit Eintritt in die Feuerwehr Anfang 1991 zurück.
Ab 1993 engagierte sich Keck 33 Jahre ununterbrochen im Abteilungs- und Gesamtausschuss. 2009 wurde er in Wittershausen zum stellvertretenden Abteilungskommandanten gewählt und war ab 2010 Gerätewart. 2013 absolvierte er den Zugführerlehrgang. Von 2014 bis 2026 übernahm er Verantwortung als Abteilungskommandant in Wittershausen. Bei seiner Verabschiedung wurde er zum Abteilungsehrenkommandanten ernannt. Zehn Jahre, von 2014 bis 2024, war Michael Keck zusätzlich stellvertretender Gesamtkommandant. 2023 wurde er zum Oberbrandmeister befördert. Seit 2024 ist er Träger der Medaille Dank und Anerkennung in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes Rottweil.
Abschied nach 35 Jahren
Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung 2024 nahm er als erster Wittershausener den Posten des Gesamtkommandanten an, den er nun zur Verfügung stellte und sich nach 35 Jahren aus dem aktiven Dienst verabschiedete.
„Die Kameradschaft steht für mich an erster Stelle“, erklärte Michael Keck. „Ich gebe mein Amt ab, aber nicht mein Herz für die Feuerwehr.“ Feuerwehrmann zu sein sei weder Beruf noch Hobby, sondern eine Haltung. „Die Bereitschaft, für andere da zu sein, wenn sie uns am dringendsten brauchen, werde ich mein Leben lang behalten, auch wenn ich nicht mehr an der Spitze stehe.“ Formal stand Keck noch bis zur Wahlbestätigung seiner Nachfolger durch den Gemeinderat in der Verantwortung.
Wertschätzende Worte
Zahlreiche Grußwortredner wünschten der neuen Führung eine glückliche Hand, dankten allen Kameraden und Funktionsträgern für ihr Engagement und drückten Michael Keck für seine Kompetenz und unermüdlichen Verdienste ihre Wertschätzung aus. Joachim Binder dankte Michael Keck „für zwei wunderbare gemeinsame Jahre“, in denen er ihm vom Kameraden zum sehr guten Freund geworden sei. Die gute Zusammenarbeit und den eingeschlagenen Weg wolle er nun mit André Fischer weiterführen.
Ortsvorsteher Helmut Maier schätzte an Keck besonders seine hilfsbereite, zupackende, pragmatische und unkomplizierte Art. Stets habe er von ihm gehört: „Mach Dir keine Gedanken. Das machen wir. Das kriegen wir hin.“