Der Brand in einer Halle ist etwas ganz anderes als ein Feuer in einem Wohnhaus. Doch auch so wurde die große Gesamthauptübung mit Bravour gemeistert.
Die neue Tonauhalle war für 60 Feuerwehrleute bei der Gesamthauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Abteilung Vöhringen und Abteilung Wittershausen zum Übungsobjekt geworden.
In einem realistisch anmutenden Szenario hat ein technischer Defekt im Technikraum der Halle einen Brand ausgelöst. Durch die im Raum befindlichen Dekorationen und andere Materialien entwickelt sich der Brand sehr schnell, wobei Lüftung und Kabinen in Mitleidenschaft gezogen werden.
Zusammenarbeit bei Brandbekämpfung
Mehrere Personen, die in der Halle trainiert haben, befinden sich bei Brandbeginn in den Umkleidekabinen und werden durch den Rauch und die Hitze an der Flucht gehindert. Eine Person, die sich im Bühnenbereich auf einer Leiter befindet, erschrickt durch den Alarm der Brandmeldeanlage und fällt von der Leiter. Hausmeister Thomas Nägele, der sich im Außenbereich befindet, alarmiert über die Leitstelle die Gesamtwehr Vöhringen.
Zweck der Übung war das Kennenlernen der Örtlichkeit, die Menschenrettung unter Atemschutz mit Fluchthauben, die Brandbekämpfung mit C- Rohren, die Wasserförderung über längere Wegstrecken und die Zusammenarbeit der Führungskräfte, der gesamten Einsatzkräfte und der DRK- Bereitschaft, die mit vier Personen vor Ort war.
Erstversorgung durchs DRK
Nach einer realistischen Zeitspanne von vier Minuten rückten beide Abteilungen aus. Wittershausen, von der Mühlbachschule herkommend, legte vom dortigen Oberflurhydrant eine 350 Meter lange Schlauchleitung für die Brandbekämpfung von der Rückseite der Halle her. Mit dem Wasser des Unterflurhydranten Rosenfelderstraße/Festallee erfolgte der Vöhringer Außenangriff von der Parkplatzseite her.
Atemschutzträger bekämpften den Brand von innen. Inzwischen war die Personenrettung in kurzer Zeit von beiden Seiten erfolgt. Elf zum Teil durch „Brandwunden“ schwer Verletzte wurden einzeln, mit Fluchthauben, sorgsam gestützt und getragen, von Atemschutzträgern aus dem Gebäude gebracht und dem DRK zur Erstversorgung übergeben.
Ein reibungsloser Ablauf
Ein weiterer Sicherungstrupp stand bereit. Alle übrigen Räume wurden abgesucht, bis die Meldung „Feuer schwarz“ kam. Als „ Verletzte“ hatte sich die Jugendfeuerwehr und die Alterswehr zur Verfügung gestellt.
Moderiert wurde die Übung durch Abteilungskommandant Joachim Binder. Die Leitung lag bei Gesamtkommandant Michael Keck. Beide zeigten sich zufrieden mit dem reibungslosen Ablauf und mit dem Verlass auf die Feuerwehrkameraden.
Besonders erfreut waren sie über die zahlreichen Zuschauer. Den Dank an alle für die Durchführung und Organisation und die Anerkennung der Leistung sprachen im Anschluss Bürgermeister Stefan Hammer, Andreas Haberer und Feuerwehrseelsorger Dieter Kleinmann aus.