29 Jahre alt ist das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Vöhrenbach, eines der wichtigsten Fahrzeuge. Foto: Feuerwehr

Noch zwei Jahre, dann erhält die Feuerwehr Vöhrenbach ein modernes Löschfahrzeug im Wert von 440 000 Euro.

Vöhrenbach - (sh). Einstimmig beschlossen wurde vom Gemeinderat die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges für die Abteilung Vöhrenbach für die Gesamtsumme von 440 000 Euro. Das Fahrzeug hat allerdings eine Lieferzeit von fast zwei Jahren.

Aufmerksam verfolgt wurden die Beratungen von der Führung der Feuerwehr mit Gesamtkommandant Ralf Heizmann und seinen Stellvertretern Oliver Schrenk und Andreas Winker sowie Ehrenkommandant Franz Neumaier. Am Ende bedankte sich Ralf Heizmann beim Gemeinderat für diesen einstimmigen Beschluss. In den Besprechungen habe sich immer wieder das gute Miteinander mit der Stadtverwaltung gezeigt, was auch immer wieder der Mannschaft auffällt.

Bisheriges Fahrzeug 29 Jahre alt

Im Feuerwehrbedarfsplan, der gemeinsam von Stadtverwaltung und Feuerwehr bis 2030 aufgestellt ist, wurden die Fahrzeuge mit ihrem Alter aufgelistet und daraus ermittelt, wann eine entsprechende Ersatzbeschaffung notwendig sein wird.

Das Kernstück im Fuhrpark der Vöhrenbacher Feuerwehr ist das Tanklöschfahrzeug, das mit 2400 Liter Wasser an Bord für den ersten Einsatz bei einem Brand von enormer Bedeutung ist. Das Fahrzeug ist inzwischen 29 Jahre alt, auch die entsprechenden Reparaturen nehmen zu. Hier war nach dem Plan eine Neuanschaffung für 2023 vorgesehen. Von der Stadt wurden auch entsprechende Förderungen beantragt. Nach Gesprächen mit dem Kreisbrandmeister erhält die Stadt für das Fahrzeug eine Fachförderung in Höhe von 92 000 Euro. Bei der Vorstellung der Liste im vergangenen Herbst war man noch von Gesamtkosten von etwa 380 000 Euro ausgegangen. Allerdings haben sich aktuell die Preise erhöht und auch die Lieferzeiten deutlich verlängert.

100 000 Euro Zuschuss vom Land

Anfang des Jahres wurde für das Fahrzeug auch noch ein Antrag für einen Zuschuss aus dem Ausgleichsstock des Landes gestellt. Hier ist theoretisch eine Förderung von bis zu 50 Prozent möglich. Hier gibt es inzwischen eine Zusage über einen Zuschuss von 100 000 Euro, wobei die Verwaltung ursprünglich von einer deutlich höheren Förderung ausgegangen war.

Die Feuerwehr hat zusammen mit einer speziellen Agentur die Ausschreibung vorbereitet. Aufgeteilt wurde diese in die Lose Fahrgestell, Aufbau und feuerwehrtechnische Beladung. Anfang des Monats fand nun von den Anbietern eine Vorführung von Vergleichsfahrzeugen statt. Das Ergebnis dieser Begutachtung durch die Feuerwehr floss in die Vergabe ein. Den Auftrag für das Fahrgestell erhielt die MAN Truck&Bus für 131 500 Euro, der Aufbau kommt von Wiss GmbH für 242 300 Euro und die feuerwehrtechnische Beladung von der Firma Ziegler für 62 400 Euro. Zusätzlich wurde noch ein Polster von rund 4000 Euro eingeplant, da bei der langen Lieferzeit auch gewisse unvermeidbare Preisänderungen vorkommen können.

Lieferung in knapp zwei Jahren

Geliefert werden soll das neue Fahrzeug im dritten Quartal 2024, also in knapp zwei Jahren. Die nötigen Finanzmittel sollen im Haushalt 2023 und 2024 eingestellt werden.

Wichtig für dieses Fahrzeug ist die mitgeführte Löschwassermenge. Bisher waren es 2400 Liter, beim neuen Fahrzeug 2600 Liter. Auch der Platz für die Besatzung ist größer: statt bisher sechs Mann (eine Staffel) hat das neue Fahrzeug neun Plätze für eine ganze Gruppe. Das neue Löschfahrzeug hat zusätzlich "Pump&Roll", was bedeutet, dass auch während der Fahrt die Pumpe betrieben werden kann, wichtig gerade bei einem Waldbrand. Aufgrund der größeren Besatzung ist auch die feuerwehrtechnische Ausstattung deutlich größer. Dadurch hat das neue Fahrzeug künftig einsatztaktisch einen wesentlich größeren Wert als noch das bisherige Tanklöschfahrzeug.