Bei ihrer Generalversammlung im Gasthaus Lamm in Schlechtnau konnte die Freiwillige Feuerwehr Utzenfeld auf ein ruhiges Jahr mit nur drei Einsätzen zurückblicken.
Kommandant Christoph Gutmann wertete dies in seinem Bericht als gutes Zeichen für die Sicherheit der Gemeinde. Für ihn bedeute dies zugleich, dass man die gewonnene Zeit sinnvoll nutzen konnte, und diese in Ausbildung, Übungen und die Weiterentwicklung der Ausrüstung investiert habe.
Berichte
Ein wichtiger Meilenstein sei die Umstellung im Atemschutz auf Überdruckgeräte gewesen. Dabei sei dies mehr als nur eine technische Neuerung, sei sie doch ein klares Bekenntnis zur Sicherheit der Atemschutzgeräteträger, weil das Überdrucksystem einen deutlich besseren Schutz vor dem Eindringen von Rauchgasen und Schadstoffen biete. Neben Kameradschaftspflege und Wartungen seine vor allem die Übungen wichtig gewesen.
Der Kommandant betonte, dass nicht die Anzahl der Einsätze über die Qualität der Feuerwehr entscheide, sondern die Vorbereitung für den Ernstfall.
Gutmann kam noch zu einer persönlichen Ankündigung: Nach reiflicher Überlegung habe er sich entschieden, nach dem Ende der laufenden Periode nicht mehr für das Amt des Feuerwehrkommandanten zu kandidieren. Dies sei ihm alles andere als leichtgefallen, die Arbeit in und für die Utzenfelder Feuerwehr sei für ihn nie nur eine Funktion sondern vor allem eine Herzensangelegenheit gewesen. Gemeinsam habe man viel erreicht, Herausforderungen gemeistert, schwierige Einsätze bewältigt und Kameradschaftliches erlebt. Er sei davon überzeugt, dass es in jeder Organisation wichtig sei, Verantwortung einmal weiterzugeben, um Ideen neuen Raum zu geben. Dazu sei es ein richtiger und notwendiger Schritt, die Führung in andere Hände zu geben. Lobende Worte fand Gutmann für die Gemeinde, welche die Belange der Feuerwehr ernst nehme und mit den neuen Atemschutzgeräten in die Sicherheit investiert habe.
Einsätze
Schriftführer Jan Brunner berichtete von den folgenden drei Einsätzen: im April ein Wald-Flächenbrand unterhalb des Wiedener Ecks, im Juli die Bergung eines aus Richtung Knöpflesbrunnenweg vom Fahrweg abgekommenen Lastwagens, der auf die L 123 zu stürzen drohte, sowie im September ein Fehlalarm. Insgesamt habe es 20 Proben gegeben.
Jugend
Der stellvertretende Jugendwart Sebastian Lais berichtete über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr, aber auch über die Sorge, zu wenig Nachwuchs zu haben. Im Verlauf der Versammlung wurde diskutiert, ob man beispielsweise mit Social-Media mehr Jugendliche erreichen könne. Bürgermeister Martin Wietzel sprach von guten Erfahrungen, die er mit dem für die Gemeinde von ihm eingerichteten WhatsApp Kanal „Utzenfeld Aktuell“ mache. In acht Proben, berichtete Lais, habe sich die Jugend mit Einsätzen und Technik vertraut gemacht. Neben einem Ausflug sorgte ein starker zweiter Platz beim Spiellauf in Kandern unter der Führung von Ramon Böhler für Begeisterung. Ein Glanzlicht sei die Organisation eines Kinderferienprogramms für Kinder aus Utzenfeld gewesen.
Ehrungen
Eine besondere Ehre wurde Harald Wunderle zuteil. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Ingo Zahoransky verlieh ihm die Goldene Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbands Lörrach als Würdigung für besondere Leistungen im Feuerwehrwesen und insbesondere für sein Engagement in der Utzenfelder Feuerwehr. Mike Butz wurde für sehr guten, Ingo und Ramon wurden für guten Probenbesuch geehrt.
Über die Feuerwehr-Aktivitäten im Kreis berichtete der stellvertretende Kreisbrandmeister Dietmar Fink. Er bezeichnete die Zusammenarbeit der Utzenfelder Wehr mit den Todtnauern als wichtig und richtig.