Die Stadt organisiert am Wochenende 9. und 10. Mai eine Großübung in Hauingen. Im Mittelpunkt stehen Hochwasserschutz und eine Übung der Feuerwehr.
Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit der Hochwasserschutzanlage und das Zusammenspiel der Einsatzkräfte unter realitätsnahen Bedingungen zu überprüfen.
In der Vergangenheit war Hauingen nach Starkregenereignissen wiederholt von Hochwasser durch den über die Ufer tretenden Soormattbach betroffen. Deshalb beschloss der Gemeinderat die Entwicklung eines Hochwasserschutzkonzepts: Erste Maßnahmen waren die Erhöhung und Verlängerung der Ufermauer an der Kirche sowie der Bau eines Bypasses am Einlaufrechen der Verdolung sowie den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens.
Erddamm und Technik unter Belastung prüfen
Ein solches Bauwerk muss vor der Inbetriebnahme unter realen Bedingungen getestet werden. Parallel dazu wird eine Brandschutzübung der Feuerwehr Lörrach veranstaltet, bei der insbesondere die Führungsstrukturen und die Zusammenarbeit beteiligter Organisationen – dem Technischen Hilfswerks Lörrach und Offenburg – erprobt werden.
Die Übung findet im Bereich des Soormattbachs sowie am Hochwasserrückhaltebecken statt. Beginn ist am Samstag, 9. Mai, um 7 Uhr. Die Aktion dauert bis Montag 11. Mai, gegen 16 Uhr.
Auswirkungen für Bürger und Umgebung
„Nachdem frühere Versuche, einen Probestau durch natürliche Regenereignisse zu erreichen, erfolglos blieben, wird die Befüllung des Beckens nun gezielt durch den Einsatz von Pumpen des Technischen Hilfswerks herbeigeführt“, erklärt die Stadt.
Und weiter: „Ein Hochwasserrückhaltebecken dient dazu, große Wassermengen, etwa bei Starkregen,m zurückzuhalten und kontrolliert wieder abzugeben. Beim Probestau wird das Becken mit Wasser gefüllt um den Erddamm auf Dichtigkeit sowie die Mess- Steuerungs- und Regeltechnik unter voller Belastung zu prüfen.“
Das Wasser wird aus der Wiese entnommen und über mehrere Pumpstrecken entlang des Soormattbachs in das Becken gefördert. Während der Entleerung sollen zudem Erkenntnisse über die Leistungsfähigkeit des Bachbetts unterhalb des Beckens gewonnen werden. Das organisierte Szenario wird mit den Übungsabläufen der Wehr kombiniert.
Während der Übung kommt es zu Einschränkungen im Bereich der Wege entlang der Wiese sowie des Soormattbaches. Aus Sicherheitsgründen werden die Fußwege entlang des Bachlaufs während der Entleerungsphase gesperrt.
Keine Gefahr für die Bevölkerung
Eine Gefährdung für die Bevölkerung bestehe nicht. „Die Abflussmengen werden kontinuierlich überwacht. Sollte das Bachbett entgegen den Berechnungen nicht ausreichend dimensioniert sein wird die Entleerung angepasst oder gestoppt“, heißt es.
Während der gesamten Übung wird ein Sicherheitskonzept umgesetzt. Der Fuß- und Radweg entlang der Wiese wird im Bereich zwischen Sportplatz Haagen und Brückenstraße über den Wiesenring umgeleitet. „Der Uferbereich der Wiese im Bereich der Mündung des Soormattbaches muss durchgehend frei von Personen und Hunden gehalten werden“, betont die Stadt.
Zusätzlich wird ein Stromausfall simuliert
Während der Entleerung werden mehrere kritische Punkte entlang des Bachlaufs überwacht, um bei Bedarf sofort eingreifen zu können. Die technische Anlage einschließlich Damm und Leitungen wird kontinuierlich kontrolliert. Zusätzlich wird ein Stromausfall simuliert, um die Notstromversorgung unter realen Bedingungen zu testen.
„Die Übung leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bürger sowie zur Resilienz der städtischen Infrastruktur,“ erklärt Oberbürgermeister Jörg Lutz die Notwendigkeit des Unterfangens.
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