Der stellvertretende Triberger Abteilungskommandant Harald Harter (links) und Kommandant Martin Schätzle (rechts) freuen sich über die Neuen (von links): Björn Meyer, Mustafa Ucar, Hlib Pereialenko, Julian Mandic und Rico Schätzle. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Trotz Nachwuchsmangel im Ehrenamt gibt es Verstärkung für die Triberger Einsatzabteilung. Doch was treibt die fünf neuen Mitglieder an?

Viele Feuerwehren im ganzen Land leiden unter Nachwuchsmangel. Unbezahltes Ehrenamt liegt aktuell nicht mehr im Trend. Noch dazu, wenn man damit rechnen, nachts aus dem Schlaf gerissen zu werden. Dazu kommt: Immer wieder werden Einsatzkräfte angegriffen – verbal oder physisch.

 

Umso erfreulicher, dass die Abteilung Triberg anlässlich ihrer Hauptversammlung vier Anwärter und einen Wiedereinsteiger begrüßen konnte. Björn Meyer trat bereits 2020 aufgrund seines Wohnortwechsels nach Triberg als Quereinsteiger in die Feuerwehr ein. In drei Jahren Ausbildung erwarb er die Grundausbildung zum Truppmann mit Sprechfunker und Erster Hilfe. Aufgrund eines zwischenzeitlichen Wohnortwechsels hatte er die Feuerwehr wieder verlassen, kehrte aber nach seiner Rückkehr im September 2025 zur Feuerwehr zurück - er strebt jetzt die Atemschutzausbildung an.

Mustafa Ucar ist im September 2025 zur Abteilung Triberg gestoßen. Durch seinen Wohnort- und Arbeitsplatzwechsel nach Triberg war der Maschineneinrichter auf der Suche nach sozialen Kontakten und wurde auf die Feuerwehr aufmerksam. Schnell habe er sich eingelebt, zeige lebhaftes Interesse für die Technik und freue sich über die gute Kameradschaft in Triberg.

Als Quereinsteiger fühle sich Mustafa Ucar sehr wohl in seinem neuen Umfeld, wurde in der Hauptversammlung deutlich.

Selbst die Initiative ergriffen

Hlib Pereialenko ist seit Februar 2026 bei der Feuerwehr Triberg. Der junge Mann aus der Ukraine kam ebenfalls selbstständig auf die Feuerwehr zu und wurde herzlich aufgenommen. Er zeige stets Interesse und habe die Probenabende jeden Dienstag fest im Blick. Voller Stolz trage er die Feuerwehruniform und erfreue sich bei jedem Treffen aufs Neue auf die Gemeinschaft in der Feuerwehr.

Der klassische Weg

Julian Mandic ging den mittlerweile klassischen Weg: Am 1. September 2018 trat er in die Jugendfeuerwehr Triberg ein. Julian Mandic sei technisch interessiert und begeistert, bei der Feuerwehr dabei zu sein. Er konnte im Oktober 2025 in den aktiven Dienst übernommen werden. „Es ist schön zu beobachten, welche Entwicklung man über die Jugendfeuerwehr schon nehmen kann, bis der tatsächliche Proben- und Einsatz in der aktiven Feuerwehrabteilung Triberg dann startet. Durch seine Nähe zum Feuerwehrhaus ist Julian immer sehr schnell zur Stelle“, freute sich Kommandant Martin Schätzle.

Rico Schätzle trat am 1. Oktober 2016 in die Jugendfeuerwehr Triberg ein und sei seither bei jeder Gelegenheit in der Feuerwehr zu sehen, dabei sei seine Hilfsbereitschaft überragend. Rico Schätzle konnte 2025 erfolgreich die Leistungsspange ablegen und wurde im Januar 2026 in die aktive Mannschaft übernommen. Familiär „vorbelastet“, wurde ihm die Feuerwehr praktisch schon in die Wiege gelegt.

Die Feuerwehr

Neue Mitglieder willkommen
Trotz der fünf Neumitglieder sei man sehr interessiert daran, weitere Damen und Herren zu gewinnen, betonte Kommandant Martin Schätzle. Ab 17 Jahren Alter bis zum 65. Geburtstag könne man bei der aktiven Mannschaft mitmachen. Neben der Feuerwehrausbildung und den Einsätzen warte eine gute Kameradschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Triberg, betonte der Kommandant.

Probendienste
finden jeden Dienstag um 20 Uhr statt. Treffpunkt ist jeweils um 19.45 Uhr am Feuerwehrgerätehaus in Triberg. Gerne darf man sich auch vorab unter info@feuerwehrtriberg.de melden.