25 Einsätze und erstmals zwei Frauen im Atemschutz: Kommandant Emanuel Reuss berichtete von einem ereignisreichen Jahr der Feuerwehr Tennenbronn.
Kommandant Emanuel Reuss begrüßte zahlreiche Kameraden in der ausgeräumten Gerätehalle der Feuerwehrabteilung Tennenbronn. In seinem Bericht blickte er auf ein arbeitsreiches Jahr zurück, das für ihn besonders durch seine Aufgaben als Stellvertreter von Stadtbrandmeister Patrick Wöhrle geprägt war.
Reuss absolvierte 28 Einsätze als Zugführer und Einsatzleiter im Stadtgebiet sowie bei Überlandhilfen. Ein besonderer Einsatz war der Schuppenbrand am Paradieshof, bei dem erstmals die Wasserförderkomponente in Kombination mit dem Schlauchwagen SW 2000 über lange Wegstrecken eingesetzt wurde.
Klare Verständigung
2025 habe die Abteilung deutlich als Ausbildungsjahr vorangebracht. Möglich gemacht habe dies die Unterstützung von Stadtbrandmeister Wöhrle, insbesondere im Bereich der Führungsdienste.
Erstmals wurden mit Sarah Dertmann und Vanessa Braun zwei Frauen zu Atemschutzträgerinnen ausgebildet. Heißausbildungen in Külsheim stärkten zudem die taktischen Fähigkeiten und die persönliche Belastbarkeit der Einsatzkräfte. Reuss selbst wurde zum Drehleitermaschinisten ausgebildet.
Die Einführung des Digitalfunks in der Gesamtwehr bewertete Reuss durchweg positiv: klare Verständigung und zuverlässige Kommunikation hätten sich im Einsatz bewährt. Für die Ausstattung des Gerätehauses mit WLAN dankte er dem Elektriker Michael Dertmann. Zudem wurde durch die Stadt Schramberg ein neues HLF 20 KatS beschafft.
Die Abteilung Tennenbronn zählt derzeit 54 Aktive, darunter zwei Frauen, 13 Kameraden der Alterswehr sowie vier Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Bei 23 Proben lag die Beteiligung konstant zwischen 70 und 75 Prozent.
Befreiung aus dem Aufzug
Schriftführer Rolf Moosmann berichtete von insgesamt 25 Einsätzen im Jahr 2025 – zwei mehr als im Vorjahr. Bereits im Februar gab es einen Brandeinsatz in einem Ferienhaus im Ferienpark, der schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Weitere Einsätze waren unter anderem ein Verkehrsunfall auf der L 175 ohne Verletzte, der Schuppenbrand am Paradieshof mit Sicherung des angrenzenden Waldes sowie mehrere technische Hilfeleistungen.
Dazu zählten die Beseitigung von Wespennestern, eine Rettung aus unwegsamem Gelände am Mückenberg, eine Aufzugsbefreiung sowie das Abpumpen eines überfluteten Kellers. Auch der Brand eines E-Bike-Akkus in einer Garage, Fehlalarme bei Firmen sowie Unterstützung bei Veranstaltungen wie dem Metalacker-Wochenende, dem Kinderferienprogramm, Jubiläumsumzügen und der Fasnet gehörten zum Einsatzjahr.