Oberbürgermeister Jürgen Roth (von links) übergibt vor der Wache gleich drei neue Feuerwehrfahrzeuge an Schwenningens Abteilungskommandant Christian Krause und Gesamtkommandant Markus Megerle. Foto: Jochen Schwillo

Es sei schon etwas Besonderes, das gleich drei neue Fahrzeuge der Feuerwehrabteilung Schwenningen übergeben wurde, stellte Oberbürgermeister Jürgen Roth vor dem Gerätehaus fest. Was die Fahrzeuge alles können, wusste er auch zu berichten.

Die Abteilung Schwenningen darf sich über einen Volkswagen-Transporter mit Allrad freuen, der künftig als neues Einsatzleitwagen mit der Bezeichnung ELW1 im Einsatz sein wird.

 

„Im Perspektivplan hat man sich auf eine kompakte Lösung geeinigt, die in Schwenningen und Villingen zum Tragen kommen soll“, berichtete Oberbürgermeister Roth.

So konnte Anfang 2024 der ELW1 für Schwenningen in Dienst genommen werden und der bis dahin für den Zugführer vorhandene Kommandowagen wurde außer Dienst gestellt.

Mobile Führungszentrale

Das neue Führungsfahrzeug ist für den Zugführer und Führungsassistent vorgesehen, die bei Zug-Alarm ausrücken. Ausgestattet ist es unter anderem mit einem umfangreichen Führungssystem, Funk und einer Telefonanlage, so Roth über diese kleine fahrbare Führungszentrale. Die Kosten lagen bei rund 148 800 Euro, wobei es einen Zuschuss von 22 000 gab.

Der neue Mannschaftstransportwagen (MTW), der ebenso ein Transporter von Volkswagen ist, wurde als Achtsitzer geliefert ohne große Extras. Der einzige Wunsch war ein gespiegeltes Fahrgestell zum ELW 1 zu bekommen, was letztlich mit ein paar Kompromissen und der Ausschreibung umgesetzt werden konnte. Hier beliefen sich die Gesamtkosten auf rund 71 500 Euro, wobei es einen Zuschuss über 13 000 Euro vom Land gab. Das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF20) ist eine Ersatzbeschaffung. Nach einem unglücklichen Unfall mit dem Vorgängermodell und dem hierdurch entstandenen Totalschaden, was im ersten Moment ein Schlag für die Abteilung war, konnten Mittel zur Deckung der Unkosten gefunden werden, erinnerte Oberbürgermeister Jürgen Roth.

In Rekordzeit angeschafft

Um die Kosten hier möglichst niedrig zu halten, haben die Schwenninger Feuerwehrleute vom alten HLF 20 einiges an Beladung übernommen. Jürgen Roth berichtete, dass Feuerwehr-Fahrzeugbauer Wiss ein im Bau befindliches Demofahrzeug in der Ausschreibung angeboten hatte. In Rekordzeit von sechs Monaten konnte das Fahrzeug angeschafft werden. Normalerweise wird sonst mit zwei bis drei Jahren gerechnet.

„Das HLF20 ist der Allrounder unter den Feuerwehrfahrzeugen und auch in den meisten Fällen das erste ausrückende Fahrzeug“, hatte sich der Oberbürgermeister im Vorfeld informiert. Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug ist ausgestattet mit Einsatzmittel für die technische,Hilfe, wie bei Verkehrsunfällen, sowie für den Löscheinsatz, mit einer Löschwasserpumpe, mit einer Leistung von von 2000 Litern pro Minute.

„Mit einem Wassertank von ebenso 2000 Litern steht dem schnellen Löschangriff nichts im Weg“, erklärte Jürgen Roth. Insgesamt beliefen sich die Gesamtkosten für das HLF auf rund 512 000 Euro.

Der Zuschuss betrug 96 000 Euro, von der Versicherung wurden zusätzlich 94 500 Euro erstattet. „Das war eine optimale Finanzierung für dieses Fahrzeug“, sagte der Oberbürgermeister.

Konzept für den Haushalt

Als nächstes plane man für den Haushaltsplan 2025 die Anschaffung eines neuen Gerätetranssportwagen, der jetzt konzipiert werden soll. „Auch hier werden wir den Perspektivplan weiter aktiv verfolgen“, so Roth, der noch anmerkte, dass der Vorteil beim Doppelhaus sei, dass man konkret in die Ausschreibung gehen kann und keine Haushaltsplanberatungen abwarten muss.

Im nächsten Jahr werde man sich mit dem Ausbildungszentrum im Zentralbereich beschäftigen, um weitere Platzreserven im Schwenninger Gerätehaus zu schaffen, kündigte Roth zu diesem wichtigen Teilaspekt an.

Kommandant Markus Megerle wünschte sich für die Feuerwehr-Mannschaft, dass diese auch mit den drei neuen Fahrzeugen immer gesund zurückkommen soll.

Schwenningens Abteilungskommandant Christian Krause freute sich über die vielfältige Unterstützung der Stadt und des Amtes für Feuerwehr, Brand- und Zivilschutz.

„Wir sind sehr stolz auf die neuen Fahrzeuge und wissen es sehr zu schätzen“, so Krause.